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19.03.2014

Ifo-Institut Mindestlohn gefährdet bis zu 900.000 Arbeitsplätze

„Besonders stark negativ betroffen“ seien vor allem „Aufstocker“.

München – Dem Münchener ifo-Institut für Wirtschaftsforschung zufolge gefährdet der flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro bis zu 900.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Das geht aus einer am Mittwoch vorgestellten Studie des Instituts hervor. Dabei seien auch der Verlust von 660.000 geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen mitgezählt worden. In Vollzeit-Stellen entsprächen die gesamten Verluste etwa 340.000 Arbeitsplätzen.

„Besonders stark negativ betroffen“ seien vor allem „Aufstocker“, also Beschäftigte, die ergänzendes Arbeitslosengeld II beziehen. Diese würden kaum von der Lohnerhöhung profitieren, da das zusätzliche Einkommen mit dem Arbeitslosengeld II verrechnet würde. Darüber hinaus seien sie einem hohen Arbeitsplatzrisiko ausgesetzt.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hatte am Mittwoch angekündigt, dass im Gesetzesentwurf für den Mindestlohn keine Ausnahmen für einzelne Branchen vorgesehen sind. Das Kabinett soll am 2. April über den Entwurf beraten.

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