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„Ich will mit Menschen eine Verbindung eingehen

© AP, dapd

01.02.2012

Carole King „Ich will mit Menschen eine Verbindung eingehen“

US-Songschreiberin Carole King wird 70 – Lieferte Hits wie “You’ve Got a Friend”.

Frankfurt/Main – Die Musikwelt hat Carole King unter anderem die Songs “Will You Love Me Tomorrow” oder “One Fine Day” zu verdanken. Die von der New Yorkerin geschriebenen Lieder bescherten Künstlern wie The Shirelles oder Aretha Franklin in den 1960er Jahren große Erfolge. Das kreative Schaffen Kings dauert auch heute, nach einer mehr als fünf Jahrzehnte umspannenden Karriere, an. Am 9. Februar wird die Amerikanerin mit der sanften, jugendlich klingenden Stimme 70 Jahre alt.

Eigentlich träumte King (bürgerlich: Klein) bereits Ende der 50er Jahre von einer Karriere als Sängerin. Nachdem daraus nichts wurde, spezialisierte sie sich auf das Songschreiben. Für ein wöchentliches Gehalt von 50 Dollar lieferten King und ihr damaliger Mann Gerry Goffin sehr erfolgreiche Lieder, darunter “Will You Love Me Tomorrow” (1961) für die Shirelles und “Take Good Care of My Baby” (1961) für Bobby Vee, die beide zu Nummer-eins-Hits wurden. Später folgten “The Locomotion” (1962), gesungen von Kings Babysitterin Little Eva und “(You Make Me Feel Like) A Natural Woman” (1967) von Soul-Queen Aretha Franklin.

Nach ihrer Scheidung von Goffin Ende der 60er Jahre zog King mit den beiden gemeinsamen Töchtern nach Los Angeles. Dort gründete sie mit ihrem neuen Lebensgefährten Charles Larkey, dem Gitarristen Danny Kortchmar und dem Schlagzeuger Jim Gordon die Band The City. Doch das erste und zugleich letzte Album der Band wurde kein Erfolg.

Einen weiteren Anlauf Richtung Solokarriere unternahm King Anfang der 70er Jahre mit dem Album “Carole King: Writer” (1970). Unterstützung erhielt sie dabei von ihrem Musikerkollegen James Taylor.

Ein Jahr später schaffte King mit dem Album “Tapestry” den großen Durchbruch als Sängerin. 15 Wochen lang blieb das Album mit der bekannten Single “It’s Too Late” in den USA Nummer eins und 302 Wochen (fast sechs Jahre) Bestandteil der Charts – ein Rekord. Die Zeitschrift “Rolling Stone” würdigte King als “eine der kreativsten Figuren der Popmusik”. Bei der Verleihung der Grammy Awards 1972 wurde die Künstlerin gleich vier Mal ausgezeichnet, unter anderem für den Besten Song des Jahres (“You’ve Got a Friend”).

Mitte der 1970er Jahre machte King eine ereignisreiche Phase durch. Neben ihrem zweiten Ehemann Larkey trennte sie sich von ihrer Plattenfirma und ihrem Produzenten. Mit der Single “Hard Rock Caf” aus dem Album “Simple Things” (1977) kehrte King in die Top 30 zurück. Kurze Zeit später starb ihr dritter Ehemann Rick Evers an einer Überdosis Drogen.

In den 80er Jahren experimentierte King mit der Schauspielerei, musikalisch wurde es aber stiller um sie. 1987 wurde sie gemeinsam mit ihrem Exmann Goffin in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen, drei Jahre später folgte der Einzug in die Rock ‘n’ Roll Hall of Fame.

“Es geht um Verbindungen”, soll King einmal über ihre Musik gesagt haben. “Ich will mit Menschen eine Verbindung eingehen. Ich will Leute denken lassen: ‘Ja, so fühle ich mich.’ Und wenn ich das kann, ist das eine Leistung.”

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