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Hungersnot: Misereor-Vorsitzender kritisiert Verhalten der Staaten

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26.07.2011

Hungersnot Hungersnot: Misereor-Vorsitzender kritisiert Verhalten der Staaten

Berlin – Der Vorstandsvorsitzende der Hilfsorganisation Misereor, Josef Sayer, hat den Umgang der Staaten mit der Hungersnot im Osten Afrikas kritisiert. Die Situation sei „keine Katastrophe, die vom Himmel gefallen ist von heute auf morgen“, sagte Sayer im Deutschlandfunk. „Man weiß ja lange schon, dass eben seit dem ganzen letzten Jahr der Regen um 50 Prozent zurückgegangen ist in dem ganzen ostafrikanischen Gebiet, und von daher hätte man sich längst einstellen können. Also ich bin, muss ich sagen, erschüttert, dass es so weit kommen konnte“, so der Misereor-Vorstand.

Statt der einmaligen Hilfe in Höhe von rund einer Milliarde Euro seien vielmehr langfristige Programme nötig, damit in den betroffenen Gebieten eine Landwirtschaft möglich wird, die auch bei wenig Niederschlag die Bevölkerung ausreichend versorgen kann. Banken seien dabei ein Instrument, „um Geld einzusammeln nicht nur, wenn eine Katastrophe ist, sondern dass kontinuierlich Geldflüsse da sind, um solche Programme für Ostafrika beispielsweise Jahr für Jahr umsetzen zu können“, sage Sayer.

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