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Mats Hummels Borussia Dortmund

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18.01.2015

Hummels Kopfproblem Ursache für schlechtes Abschneiden des BVB

„Unsere Probleme haben nichts mit der Einstellung zu tun.“

Dortmund – Nach dem schlechten Abschneiden in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga, die Borussia Dortmund auf dem 17. Tabellenplatz beendet hat, hat Weltmeister Mats Hummels ein Kopfproblem als Ursache ausgemacht.

„Wir haben in jedem Spiel gekämpft“, sagte der Kapitän des BVB in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“. „Es war auch selten so, dass der Gegner besser war. Es war oft knapp und wir haben zu selten gewonnen. Daraus ist dann ein Kopfproblem geworden.“

Er glaube nicht, ergänzte Hummels, dass es Abnutzungserscheinungen gebe. „Denn unsere Probleme haben nichts mit der Einstellung zu tun. Es ist natürlich das gängige Klischee. Über eine Mannschaft, die plötzlich nicht mehr erfolgreich ist, heißt es: `Die Spieler kämpfen nicht mehr, geben nicht mehr alles.` Das sind Stammtischparolen“, sagte Hummels.

Der Innenverteidiger erklärte, dass er sich jetzt nur noch damit beschäftigen würde, „was wir tun müssen, um da unten rauszukommen. Am besten so schnell wie möglich. Ich will nur noch, dass wir endlich damit aufhören, unser Potenzial so zu vergeuden. Der Kampf um die Champions-League-Plätze findet in meinen Kopf nicht statt“.

Hummels verteidigte in dem Interview seinen Mitspieler Ciro Immobilie. Der Italiener war im Sommer nach dem Abgang von Robert Lewandowski zum FC Bayern nach Dortmund gekommen. „Als Ciro im vergangenen Sommer kam, haben alle erwartet, dass er sofort funktioniert. Aber so schnell geht das nicht. Er bemüht sich und entwickelt sich. Das Problem liegt nicht in seinem Verantwortungsbereich. Es ist vielmehr so, dass sich die Spieler, die schon lange hier sind, an die eigene Nase fassen müssen. Wir müssen Leistung bringen, denn das ist die Voraussetzung dafür, dass sich Neuzugänge integrieren“, sagte Hummels.

Auf die Frage, ob es ein Problem für ihn wäre, auch ohne Champions League weiter für die Borussia zu spielen, erklärte der 26-Jährige gegenüber der „Welt am Sonntag“: „Wenn ich mir jetzt schon Gedanken darüber machen würde, hätte ich das Gefühl, unnötig Kraft und Zeit zu vergeuden. Grundsätzlich gilt: Ich muss nicht unbedingt Champions League spielen, um glücklich zu werden. Ich weiß nicht, ob andere das anders sehen. 2008, als ich aus München zum BVB gekommen, war die Champions League für uns utopisch weit weg. Auch 2009, als ich mich dafür entschieden habe, dauerhaft hier zu bleiben, war das für mich nicht der entscheidende Grund. Es war dann ja auch eher überraschend, dass wir 2011 Meister geworden und in die Champions League eingezogen sind.“

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