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HSV-Jagd auf Bremen beginnt

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17.02.2012

Nordderby HSV-Jagd auf Bremen beginnt

Schaaf erwartet “intensives Spiel” – Fink: “Können Euphorie auslösen”.

Hamburg – Von wegen nordisch kühl. Zweimal im Jahr – mindestens – schlagen zwischen Weser und Elbe die Emotionen hoch. Am Samstag um 15.30 Uhr ist wieder Nordderby, der Hamburger SV empfängt Werder Bremen. Zum 96. Mal in der Bundesliga, es ist die meistgespielte Partie in der Eliteklasse überhaupt. “Gefühlt geht es immer um die Nummer Eins im Norden”, sagt Werder-Chef Klaus Allofs, “schon deshalb ist es ein ganz besonderes Spiel.” Aber nicht nur deshalb.

Irgendwie schafft es der Spielplan fast immer, der Partie auch tabellarisch eine ganz besondere Brisanz zu geben. Mit einem Sieg wäre der HSV auf vier Punkte an Bremen herangerückt, der Traum vom Europacup würde ein Stück realistischer. “Ich sehe den HSV mittlerweile als Konkurrenten im Rennen um die Plätze fünf bis sieben”, sagt Allofs, “für uns geht es deshalb darum, unsere gute Ausgangslage zu bewahren und den HSV auf Distanz zu halten.”

Der Trend, so scheint es, ist der Freund der Hamburger. Sieben Punkte haben sie aus den vier Rückrundenpartien geholt, Werder nur vier. Unter Thorsten Fink ging seit Mitte Oktober nur ein Spiel in der Liga verloren, die Abstiegsangst ist abgeschüttelt. “Die Mannschaft hat in den letzten drei Partien konstante Leistungen gezeigt”, lobt Fink, “da kommt das Derby grade richtig. Wir wollen auf einen einstelligen Tabellenplatz.”

Für den ehemaligen Profi von Bayern München und gebürtigen Dortmunder ist es das erste Nordderby. Aber natürlich kennt er all die Geschichten, die sich darum ranken. Beginnend mit dem ersten toten Fan in Deutschland nach gewalttätigen Auseinandersetzungen rivalisierender Anhänger 1982, der Kung-Fu-Tritt von Tim Wiese gegen Ivica Olic 2008, die Vier-Spiele-Serie 2009 einschließlich des Papierkugel-Dramas. “Das war für mich als Außenstehender witzig”, erinnert sich Fink, “aber nur als Außenstehender.”

Scharfe Kontrollen für die Fans

Für die Beteiligten ist das alles gar nicht komisch. “Das ist ein besonderes Spiel, in Derbys bin ich mental noch stärker”, sagte Werder Stürmerstar Claudio Pizarro. Der Peruaner ist der wandelnde HSV-Schreck schlechthin, 14 Tore erzielte er gegen die Hamburger, gegen keinen Verein war er erfolgreicher. In einer Wette mit seinem Freund und Landsmann Paolo Guerrero geht es nun auch noch um ein Fohlen, das sich der HSV-Stürmer im Fall eines Sieges wünscht.

“Es wird wieder ein sehr intensives Spiel, wie jedes Derby”, erwartet Thomas Schaaf. Gegenüber Fink glaubt: “Mit einem Sieg kann hier eine gewisse Euphorie entstehen.” Die Vorfreude ist allgemein, nur die Ordnungskräfte sorgen sich. Beim HSV wurden die Einlasskontrollen im Ultrablock aus Angst vor Pyrotechnik erheblich verschärft. Werder-Fans, die mit der Bahn anreisen, werden nicht bis zum Hauptbahnhof und in die Innenstadt gelassen. Von wegen nordisch kühl.

Meisterkandidaten besuchen den Tabellenkeller

Heiß hergehen wird es wahrscheinlich auch in Berlin, wo Titelverteidiger Borussia Dortmund eine delikate Aufgabe bei der angeschlagenen Berliner Hertha mit Interimstrainer Rene Tretschok zu bestehen hat. Auch die Konkurrenz im Kampf um den Meistertitel tritt bei Klubs aus den Abstiegsregionen an: Bayern München reist zum Schlusslicht SC Freiburg an und Borussia Mönchengladbach zum 1. FC Kaiserslautern.

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