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Hohe Beteiligung bei Präsidentenwahl

© AP, dapd

26.02.2012

Senegal Hohe Beteiligung bei Präsidentenwahl

Amtsinhaber Wade bei Stimmabgabe ausgebuht.

Dakar – In einer umstrittenen Wahl haben die Menschen im Senegal am Sonntag über einen neuen Präsidenten abgestimmt. Das politisch verhältnismäßig stabile Land in Westafrika wird seit Wochen von Protesten erschüttert, bei denen seit Januar sechs Menschen ums Leben kamen. Hintergrund ist die Entscheidung von Staatschef Abdoulaye Wade, eine dritte Amtszeit anzustreben und damit gegen eine von ihm selbst in der Verfassung verankerte Regelung zu verstoßen.

Den Schritt begründete der 85-Jährige damit, dass die Beschränkung auf zwei Amtszeiten erst nach seinem Amtsantritt in Kraft getreten sei. Das höchste Gericht des Landes hatte diese Auslegung im Januar bestätigt. Der frühere nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo hatte sich vor der Wahl vergeblich um eine Vermittlung zwischen Wade und der Oppositionsbewegung bemüht. Die Opposition hat damit gedroht, das Land unregierbar zu machen, sollte Wade gewinnen.

Die Abstimmung verlief zunächst friedlich. Der Leiter der EU-Beobachtermission, Thijs Berman, sagte, die Beteiligung sei offenbar hoch. Präsident Wade wurde bei der Stimmabgabe in seinem Wahlkreis von einer Menschenmenge ausgebuht. „Tritt ab, alter Mann“, riefen ihm die Menschen zu. Der Präsident wurde daraufhin umgehend von Sicherheitsleuten fortgebracht.

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