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Hoffenheim in „katastrophalem Zustand

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11.03.2012

1. Bundesliga Hoffenheim in „katastrophalem Zustand“

Trainer Babbel wird beim 1:7 in München von seinem Ex-Klub erneut abgewatscht.

München/Hoffenheim – Kurz bevor die Prügelknaben von 1899 Hoffenheim zur Rückreise in den Mannschaftsbus stiegen, gab Tobias Weis einen Einblick in die Gemütslage. Der Mittelfeldspieler sprach nach dem 1:7 (0:5) bei Bayern München und der höchsten TSG-Niederlage in der Fußball-Bundesliga unverblümt von „einem katastrophalen Zustand“. Weis wollte seine Aussage allerdings nicht in Bezug auf vermeintliche Dissonanzen im Team verstanden wissen, sondern lediglich auf die Stimmung nach dem Debakel. Eine „vierstündige“ Heimfahrt obendrauf sei „sch…“, ergänzte Weis.

Trotzdem, es ist ein herber Rückschlag, den die Hoffenheimer verkraften müssen. Dies gilt auch für Trainer Markus Babbel. Ausgerechnet bei seinem Ex-Klub, ausgerechnet gegen Bayern-Coach Jupp Heynckes, unter dem Babbel 1991 in der Bundesliga debütiert hatte, ereilte Babbel im fünften Spiel mit Hoffenheim die erste Niederlage. Und dann in dieser Art und Weise, in dieser Höhe. Es war eine Demütigung.

„Das war die Höchststrafe. Wir können froh sein, dass wir nur sieben bekommen haben“, sagte Babbel, der die Vorführung mit starrem Blick verfolgt hatte. Für ihn sei es ein „Deja Vu“ gewesen. Als hätte er es geahnt, hatte er schon am Mittwoch im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd darauf hingewiesen, dass er gegen seinen Ex-Klub „noch nie etwas gerissen hatte“. Als Trainer von Hertha BSC Berlin hatte er in München in dieser Saison 0:4 verloren, diesmal fiel die Watschn noch saftiger aus.

Keine gute Bewerbung

„So zu verlieren, tut weh“, sagte Babbel, versuchte aber zugleich, der Niederlage noch etwas Gutes abzugewinnen: „Wenn es hilft, dass Bayern Meister wird, soll’s mir recht sein.“ Babbel wird als möglicher Kandidat in München gehandelt, wenn Trainer Jupp Heynckes irgendwann einmal nicht mehr in Amt und Würden ist. Einen guten Eindruck konnte er am Samstag nicht hinterlassen. Nach den Toren von Mario Gomez (5./35./48.), Arjen Robben (12./29.), Toni Kroos (18.) und Franck Ribery (58.) schien Luiz Gustavo bei seinem Eigentor zum 1:7 fünf Minuten vor Schluss offenbar Mitleid mit seinem ehemaligen Klub zu haben.

Eines haben sich die Hoffenheimer trotz des Untergangs geschworen: Sie wollen – im Gegensatz zur Zeit unter Holger Stanislawski – zusammenhalten. Noch auf dem Platz schwor Torhüter Tom Starke die Mannschaft auf das Derby am Freitag gegen den VfB Stuttgart ein. „Wir haben richtig vor den Latz bekommen“, sagte Starke: „Aber wir dürfen und werden uns nicht auseinanderdividieren lassen.“

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