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12.08.2011

Historiker sieht Missgunst der Christen als eine Ursache für Antisemitismus

Berlin – Der Historiker Götz Aly sieht Missgunst der Christen als eine Ursache für Antisemitismus. Während des Ersten Weltkrieges sei der Neid gegenüber den Juden stets mit dem eigenen Schwächegefühl gepaart gewesen, sagte Aly im Deutschlandfunk. „Das ist dieser offensichtliche Rückstand, das ist dieses Gefühl der Schwäche, mangelnder Schlagfertigkeit, mangelnder wirtschaftlicher Intelligenz“, so der Historiker.

Somit entstehe Neid, den man sich selbst nicht eingesteht. „Und dann flüchtet man ins Kollektiv, weil man nur so genügend Stärke für sich selber erwerben kann, macht den anderen, den Beneideten schlecht.“

Dies seien Verhaltensweisen und Gefühle, die nicht nur allein auf den Nationalsozialismus zurückzuführen seien. „Es wird nur heute immer weggedrückt, weil wir die Ursachen für den deutschen Antisemitismus komplizierter oder anders machen wollen als sie wirklich waren“, so Aly.

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