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Peter Hintze

© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

27.02.2014

Hintze Staatsanwaltschaft hat sich im Fall Wulff verrannt

„Das Ermittlungsverfahren hätte nie eröffnet werden dürfen.“

Berlin – Nach dem Freispruch von Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) scharfe Kritik an der Arbeit der Staatsanwaltschaft Hannover geübt: „Sie hat sich bei ihren Ermittlungen gegen Christian Wulff verrannt und hätte früher die Konsequenzen daraus ziehen müssen. Das Ermittlungsverfahren hätte nie eröffnet werden dürfen, weil schnell absehbar war, dass die Vorwürfe haltlos waren“, sagte Hintze dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.

Hintze, der vor allem in den Tagen vor dem Rücktritt Wulffs einer der letzten öffentlichen Unterstützer des damaligen Bundespräsidenten war, beschuldigte die Medien, auf Wulffs Sturz hingearbeitet zu haben. „Die Vorwürfe gegen Christian Wulff waren ohne jedes Maß. Was hat diese Skandalisierungsspirale in Gang gesetzt? In dem Drang, immer neue Nachrichten zu produzieren, haben sich die Medien gegenseitig bestätigt und immer neue Sachverhalte skandalisiert“, so Hintze. „Wenn ich so an einen Menschen rangehe, bleibt von ihm nichts übrig. Gegen den Aufmarsch von `Spiegel`, `FAZ` und `Bild`-Zeitung hat man in Deutschland schlechte Karten.“

Hintze betonte, dass er sich in der Zukunft eine öffentliche Rolle Wulffs vorstellen könne. „Ich habe schon das Gefühl, dass sich heute viele fragen, ob man damals zu früh den Stab über ihn gebrochen hat“, so der Bundestagsvizepräsident. „Ich bin überzeugt, dass Christian Wulff eine interessante öffentliche Aufgabe für Deutschland wahrnehmen kann. Er kann zu Integrationsfragen und zum Verhältnis Deutschlands zur Türkei viel beitragen. Das Ansehen, das er in der Türkei, in Indonesien und anderen muslimischen Ländern genießt, kann für unser Land von großem Nutzen sein.“

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