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18.12.2010

Hessen-FDP-Chef Hahn fordert Rücktritt Westerwelles

Berlin – Der Druck auf FDP-Chef Guido Westerwelle, sein Amt niederzulegen, wächst. Der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn legte Westerwelle bei einem Treffen mit den stellvertretenden Ministerpräsidenten der FDP am Donnerstagabend in Berlin einen Verzicht auf den Parteivorsitz nahe. Das berichtet der „Spiegel“. Westerwelle solle sich überlegen, ob von allen Szenarien ein Rücktritt nicht die beste Alternative wäre, sagte Hahn. Westerwelle entgegnete, das komme für ihn nicht in Frage.

In Hessen sind im kommenden März Kommunalwahlen. Die FDP befürchtet dort massive Verluste. FDP-Fraktionsvorsitzende aus sieben Ländern trugen Westerwelle bereits bei einem geheimen Treffen in der FDP-Zentrale am 2. Dezember vor, welche Belastung er für ihre Wahlkämpfe im kommenden Jahr bedeute. Der baden-württembergische Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke berichtete von wachsender Wut und Frustration in der Partei, die sich gegen die Führung richteten.

Sein Berliner Kollege Christoph Meyer beklagte das schlechte Erscheinungsbild der Parteispitze, berichtet der „Spiegel“. So könne man die Mitglieder nicht motivieren, für die FDP zu werben. Westerwelle wies die Vorwürfe zurück. Er kenne die Stimmung in der Partei. Der sachsen-anhaltische Fraktionschef Veit Wolpert sagte: „Wir verlangen keine Unterstützung aus Berlin. Wir wären schon froh, wenn sich der Schaden in Grenzen hielte.“

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