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Herthas Heimfluch

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06.02.2012

1. Bundesliga Herthas Heimfluch

Aufsteiger schon wieder Schlusslicht der Heimtabelle der Bundesliga.

Berlin – Die Parallelen drängen sich unweigerlich auf zur Abstiegssaison 2009/2010. Auch wenn bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC niemand etwas davon wissen will. “Damals standen wir mit dem Rücken zur Wand, waren abgeschlagen Letzter”, sagte Fabian Lustenberger nach dem 0:1 gegen Hannover 96. “Die Situation ist jetzt nicht so dramatisch. Wir sind mit Platz 15 noch im Soll.” Doch eines ist wie vor zwei Jahren: Bei den Berlinern klappt es vor allem zu Hause nicht. Ihren 15. Platz verdanken sie ihrer besseren Auswärtsbilanz, denn mit neun Punkten aus zehn Spielen im Olympiastadion sind die Berliner das schwächste Heimteam der Bundesliga.

Trainer Michael Skibbe analysierte am Samstag zwar zu Recht: “Ich habe vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gesehen. Die Niederlage ist unglücklich.” Unter dem Strich aber bleibt: erneut keine Punkte – wie schon vor Wochenfrist beim 1:2 zuhause gegen den Hamburger SV.

Nur zwei Siege gelangen der Mannschaft in Berlin. Ein altes Problem: Schon 2009/2010 war eine desaströse Heimbilanz mit nur einem einzigen Sieg aus 17 Spielen der Hauptgrund für den Abstieg. Von einem Heimfluch will Skibbe aber nichts wissen: “Es hilft, in dieser Situation so wenig wie möglich an irgendwelche Serien zu denken”, sagte er schon vor der Partie gegen Hannover. Auch von einem Mentaltrainer hält der 46-Jährige nichts. “Das wurde öfter probiert, auch schon bei Hertha – mit mäßigem Erfolg.”

Schon unter Skibbes Vorgänger Markus Babbel gelang den Hauptstädtern nur ein einziges Heimspiel, in dem Leistung und Resultat gleichermaßen stimmten: Beim 3:0 gegen den 1. FC Köln. Der 1:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart am vierten Spieltag war glücklich. Die Schwaben hatten lange ein Chancenübergewicht, ehe Raffael kurz vor Schluss noch der Siegtreffer für Hertha gelang.

Fast immer tun sich die Berliner gegen Teams schwer, gegen die sie das Spiel machen müssen. So war es gegen Nürnberg (0:1), gegen Augsburg (2:2) und gegen Mainz (0:0). Gegen stärkere Teams wie Borussia Mönchengladbach (1:2) oder Bayer Leverkusen (3:3) begann Hertha zwar forsch, ging auch jeweils in Führung, konnte am Ende aber doch keine drei Punkte verbuchen. Gegen die beiden starken Gegner zogen sich die Gastgeber nach der Führung weit zurück, überließen dem Gegner die Initiative und kassierten Tore.

Vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Gladbach im DFB-Pokal und den Partien beim VfB Stuttgart und gegen Borussia Dortmund in der Bundesliga hofft Hertha nun vor allem auf einen: den zuletzt für drei Bundesligaspiele gesperrten Rückkehrer Raffael. Mit ihm soll die vermisste Kreativität im Angriffsspiel zurückkommen. Und noch etwas spricht für Hertha: In alle drei Spiele geht das Team als Außenseiter, kann im Stile einer Auswärtsmannschaft agieren. Dementsprechend trotzig gibt sich Herthas Manager Michael Preetz: “Wir haben schwere Spiele vor der Brust. Aber wir haben in der Hinrunde gezeigt, dass wir auch in diesen Spielen bestehen können.”

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