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Goerlitzer Park Berlin-Kreuzberg

© Boris Niehaus / CC BY-SA 3.0

17.11.2014

Debatte um Görlitzer Park Herrmann weist Kritik zurück

Es gehe jetzt um Organisierte Kriminalität.

Berlin – Die Debatte über Maßnahmen gegen den Drogenverkauf im Görlitzer Park geht weiter. Im rbb-Inforadio wies die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann, am Montag den Vorwurf zurück, sie gehe nicht konsequent genug gegen die Dealer vor. Die Grünen-Politikerin erklärte, sie habe von Anfang an gesagt, dass das Dealen im Park nicht akzeptiert werde. Dabei habe sie mittelfristig vorgeschlagen, den Verkauf zu legalisieren, um den Schwarzmarkt auszutrocknen.

Inzwischen habe das Problem jedoch eine Größenordnung angenommen, in der dem Ganzen mit Polizeistreifen und Razzien nicht mehr beizukommen sei. Es gehe jetzt um Organisierte Kriminalität, gegen die ganz andere Kräfte zusammen wirken müssten, so Herrmann. Hier seien jetzt Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz gefordert und nicht der Bezirk.

Zugleich wandte sich Herrmann gegen die Kritik des SPD-Innenexperten Frank Zimmermann, sie habe sich noch vor einem Jahr gegen mehr Polizeipräsenz ausgesprochen. Herrmann sagte, sie habe damals lediglich kritisiert, dass die Razzien nicht ausreichten und nicht erfolgreich seien. Derzeit entwickele die Polizei aber neue Konzepte, in die auch das Bezirksamt einbezogen werde.

Hintergrund der Diskussion ist die Eskalation der Gewalt am vergangenen Wochenende. Dabei waren zwei mutmaßliche Dealer vor dem Park niedergestochen und schwer verletzt worden.

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