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Bundeswehr-Kaserne

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18.05.2017

Hellmich Kasernen mit Bezug zu NS-Unterstützern umbenennen

„Kasernen sind für die Regionen in denen sie liegen immer auch ein Wirtschaftsfaktor.“

Berlin – In der Debatte um die Umbenennung von Kasernen hat der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Wolfgang Hellmich (SPD), klar Stellung bezogen. „Benennungen nach Personen, die das nationalsozialistische Regime unterstützt haben, müssen geändert werden“, sagte Hellmich der „Heilbronner Stimme“ (Donnerstagsausgabe).

„Kasernen sind für die Regionen in denen sie liegen immer auch ein Wirtschaftsfaktor. Als gesellschaftliche Bezugspunkte erfüllen sie wesentlich mehr als nur militärische Aufgaben. Dieser lokale Faktor stärkt nachhaltig den Rückhalt der Bundeswehr in der Zivilgesellschaft vor Ort“, so Hellmich.

„Dem sollte meines Erachtens auch die Namensgebung Rechnung tragen. Bereits heute zeigen Standorte, wie etwa die Westfalenkaserne in Ahlen oder die Glückauf-Kaserne in Unna, dass die Benennung nach Regionen und landschaftlichen Charakteristika sowohl bei den Soldatinnen und Soldaten, wie auch der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz genießt. Daher halte ich es für sinnvoll, diese Methode der Namensgebung anzuwenden. Getreu dem Bild vom Staatsbürger in Uniform, würde so ein traditioneller Bezug geschaffen, der über das rein Militärische hinausgeht.“

Ähnlich äußerte sich Christine Buchholz, verteidigungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, in der „Heilbronner Stimme“: „Immer noch sind 26 Kasernen der Bundeswehr nach Angehörigen der Wehrmacht benannt. Die Hälfte von ihnen hat nach Eingeständnis der Bundesregierung in keiner Weise etwas mit dem militärischen Widerstand gegen Hitler zu tun. Damit muss Schluss sein“, forderte Buchholz.

„Es ist überfällig, dass Kasernen nicht mehr nach Wehrmachtsoffizieren benannt werden. Ankündigungen reichen aber nicht aus, sondern es muss zügig und entschieden gehandelt werden. Es kann nicht angehen, dass weitere Jahre vergehen, bis das, was Frau Von der Leyen angekündigt hat, auch umgesetzt wird. Was wir brauchen, ist ein unverzüglicher und unzweideutiger Bruch mit der Wehrmachtstradition.“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte zuvor erklärt, dass sie Kasernen mit Namen von Wehrmachtsoffizieren auf den Prüfstand stellen will.

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