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16.01.2010

Heinsberg Jugendamt wollte Neffen von Sexualstraftäter aus Familie nehmen

Heinsberg – In der Auseinandersetzung über den Verbleib des Sexualstraftäters Karl D. hat das Jugendamt der Stadt Heinsberg versucht, den neunjährigen Sohn seines Bruders aus der Familie zu nehmen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“. In dem Haus der Familie war Karl D. nach der Haftentlassung im vergangenen März untergekommen. Begründet wurde der Eilantrag auch mit den täglichen Demonstrationen vor dem Haus: Dieser Trubel sei nicht gut für das Kindeswohl. Ausgelöst wurden die Demonstrationen durch den Landrat des Kreises, der die Identität des Vergewaltigers preisgegeben hatte, um die Öffentlichkeit vor ihm zu schützen. Das Familiengericht Heinsberg lehnte es im September ab, der Familie das Kind wegzunehmen. Es gebe „keinerlei Gründe“, die so einen Schritt rechtfertigten. Nicht rechtfertigen lässt sich offenbar auch die zwangsweise Unterbringung von Karl D. in einer psychiatrischen Klinik. Das ergab ein Gutachten des Essener Gerichtssachverständigen Norbert Leygraf. Demnach ist der brutale Vergewaltiger dreier Mädchen nicht krank, eine Einweisung daher nicht möglich.

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