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HDE macht Schlecker-Beschäftigten Hoffnung

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29.03.2012

Arbeitsmarkt HDE macht Schlecker-Beschäftigten Hoffnung

„In vielen Regionen werden erfahrene Arbeitskräfte gesucht“.

Düsseldorf – Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen für entlassene Schlecker-Mitarbeiter. „Bei 11.000 Entlassungen bin ich noch ganz guter Dinge, dass viele einen neuen Job im Handel finden“, sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Donnerstag in Düsseldorf. Denn in zahlreichen Regionen würden vom Handel erfahrene und qualifizierte Arbeitskräfte gesucht.

Genth empfahl Schlecker-Mitarbeitern, von sich aus aktiv zu werden und nach offenen Stellen zu suchen. Gerade in Süddeutschland gebe es einen enormen Bedarf nach Fachkräften.

Anders sieht Genth allerdings die Situation, falls die Rettung von Schlecker komplett scheitert und alle 24.000 Arbeitsplätze wegfallen. Dann werde der Handel kaum in der Lage sein, einer Mehrheit der Betroffenen eine neue Stelle zu bieten. Im Vorteil seien dann mobile Arbeitnehmer, die nicht an ihren Wohnort gebunden seien. Gerade für ungelernte Arbeitskräfte könne es in einer solchen Situation sehr schwer werden, eine neue Arbeitsstätte zu finden.

Der Einzelhandel war in den vergangenen Jahren ein wichtiger Motor für den Arbeitsmarkt. Zum Stichtag 30. Juni hatten die Unternehmen 2011 nach der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit im Vergleich zum Vorjahr fast 62.000 neue Stellen geschaffen.

Ein wesentlicher Grund dafür sei die stärkere Nutzung der verlängerten Ladenöffnungszeiten gewesen, sagt Genth. Doch werde dieser Effekt im Jahr 2012 wohl keine wesentliche Rolle mehr spielen und könne deshalb wohl nicht bei der Bewältigung der Schlecker-Krise helfen. Die neu geschaffenen Stellen seien inzwischen besetzt. Doch wird die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel nach seiner Einschätzung auf dem hohen Niveau von rund drei Millionen bleiben.

Denn nach der Konsumabschwächung im zweiten Halbjahr 2011 blickt der Handel inzwischen wieder optimistischer in die Zukunft. Genth sagte unter Berufung auf eine aktuelle Branchenumfrage: „Über alle Branchen hinweg erwarten die Unternehmen für das erste Halbjahr stabile oder steigende Umsätze.“

Für das Gesamtjahr bekräftigte der HDE seine Erwartung eines Umsatzwachstums im Einzelhandel von nominal 1,5 Prozent. Preisbereinigt werde der Einzelhandel damit im laufenden Jahr das gute Vorjahresergebnis halten können.

Besonders der Online-Handel gilt weiter als Wachstumstreiber. In diesem Jahr erwarten die Internet-Anbieter in Deutschland einen Umsatz von 29,5 Milliarden Euro, das entspräche einem Umsatzplus von rund 13 Prozent. Doch auch der Möbelhandel, die Bekleidungsgeschäfte, der Bau- und Heimwerkerbedarf und die Sportgeschäfte blicken optimistisch in die Zukunft.

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