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Der East Side Gallery geht es an den Kragen

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28.02.2013

Berlin Der East Side Gallery geht es an den Kragen

CDU-Politiker Braun bezeichnet Abrissarbeiten als „Barbarei.“

Berlin – An der East Side Gallery sind am Donnerstag die ersten Baufahrzeuge angerückt. Sie begannen mit der umstrittenen Entfernung eines Teils der mit Kunstwerken verzierten Mauer. Der Abriss soll Platz für Luxuswohnungen auf dem ehemaligen Todesstreifen schaffen.

Neben dem Bild des Künstlers Thierry Noir wurde die ehemalige Grenzmauer an zwei Stellen durchgesägt. Außerdem wurde die Mauerkrone auf etwa 15 Metern entfernt, um das Teilstück später mit einem Kran herausheben zu können. Nach Angaben von anwesenden Künstlern soll dieser Schritt am Freitag erfolgen.

Der CDU-Kulturpolitiker Michael Braun übte scharfe Kritik an der Aktion im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. „Das ist eine Barbarei für Berlin und eine Barbarei für die Kunst“, sagte er.

Dem zuständigen Bürgermeister Franz Schulz (Grüne) warf er „Intriganz“ vor. Dieser habe sich mehrfach vor einem Treffen mit seinen Kritikern gedrückt, beklagte der frühere Berliner Justizsenator. Nun habe Schulz in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ eine Genehmigung für den Abriss erteilt.

Die weltberühmte Galerie auf der ehemaligen Grenzmauer soll teilweise abgetragen werden, um den Zugang für ein geplantes Appartementhochhaus und ein Wohngebäude zu schaffen. Die Bauvorhaben stoßen vor allem bei Künstlern, Clubbetreibern, aber auch bei dem Bezirk selbst auf Widerstand.

In dem Kurznachrichtendienst Twitter äußerte sich am Donnerstag auch der Gründer der Loveparade, Dr. Motte. Er bezeichnete es als „Skandal“, auf dem früheren Todesstreifen jetzt einen „teuren Wohnturm und ein Hotel zu bauen“.

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