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Hatz nach flüchtigem Ex-Polizisten geht weiter

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11.02.2013

USA Hatz nach flüchtigem Ex-Polizisten geht weiter

Millionen-Belohnung für Informationen zu mutmaßlichem Mörder.

Los Angeles – Bei ihrer fieberhaften Jagd auf den bewaffneten Ex-Polizisten und mutmaßlichen Mehrfach-Mörder tappen die Behörden in Los Angeles noch immer im Dunkeln – und setzen nun auf eine stattliche Belohnung. Für Informationen zur Ergreifung von Christopher D. würden eine Million Dollar (750.000 Euro) geboten, teilte der Bürgermeister Antonio Villaraigosa am Sonntag mit. „Wir werden nicht zulassen, dass Killer unsere Polizisten und ihre Familien zur Zielscheibe machen“, sagte er dem US-Sender FoxNews zufolge.

Seit Donnerstag suchen Fahnder mit Spürhunden in schneebedeckten Blockhäusern, Höhlen und sogar Fuchsbauten im 160 östlich von Los Angeles gelegenen Nationalpark „Große Bärensee“ nach ihrem früheren Kollegen D. Doch bislang vergeblich. Der frühere Polizeioffizier und Armeeveteran soll Anfang des Monats die Tochter eines pensionierten Polizeibeamten und deren Verlobten erschossen haben. Laut Polizei eröffnete der 33-Jährige zudem das Feuer auf drei ehemalige Kollegen und tötete mindestens einen von ihnen.

D. konnte seinen Verfolgern bisher immer wieder entkommen. Als ehemaliger Sicherheitsoffizier ist er in allen Finten der Verfolgungsjagden und Überlebenstechniken in der Wildnis bestens ausgebildet. In verschiedenen Ecken des Großraums Los Angeles wurden persönliche Gegenstände von D. gefunden, etwa seine Brieftasche. Damit zwang er die Fahnder, unter großem Zeitaufwand unterschiedliche Gegenden zu durchkämmen, ohne fündig zu werden.

Am Wochenende gab es eine überraschende Wendung in dem Fall. Der Polizeichef von Los Angeles kündigte eine Prüfung des Disziplinarverfahrens an, das in der Entlassung des flüchtigen Christopher D. mündete und offenbar dessen tödlichen Rachefeldzug auslöste. Der Tatverdächtige war vor mehr als vier Jahren offenbar wegen Zweifeln an seiner Glaubwürdigkeit von der Polizei in Los Angeles entlassen worden. Allerdings erklärte der dunkelhäutige D., dass rassistische Kollegen seiner Polizeikarriere bewusst ein Ende gesetzt hätten.

Weil er die Rassismusvorwürfe in seiner Einheit ernst nehme, werde der Fall neu aufgerollt, kündigte Polizeichef Charlie Beck in einer Stellungnahme an. „Ich tue das nicht, um einen Mörder zu besänftigen“, betonte er. „Ich tue es, um der Öffentlichkeit zu versichern, dass ihre Polizei transparent und jederzeit fair ist.“

Nicht wenige Menschen in den USA erinnert die Jagd auf D. an die „Rambo“-Filme mit Sylvester Stallone. Auf seiner Facebook-Seite stellte er eine lange Abhandlung darüber ins Netz, mit welchen unfairen Methoden er aus seiner Sicht aus dem Polizeidienst geworfen worden sei. „Wer mich persönlich kennt, wird nicht glauben können, dass ich solch schreckliche Morde begangen und in den vergangenen Tagen so drastische und schockierende Aktionen unternommen habe“, schreibt er. „Man wird sagen, das sei in völligem Widerspruch zu dem Charakter eines Mannes, der ein Lächeln auf den Lippen trug, wo immer er hinkam.“

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