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Reiner Haseloff

© Martin Rulsch / CC BY-SA 4.0

07.04.2015

Nach Brandanschlag von Tröglitz Haseloff fordert Umdenken

„Wir müssen das Thema ganz anders anfassen.“

Halle – Nach dem Brandanschlag auf ein künftiges Asylbewerberheim in Tröglitz (Burgenlandkreis) hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ein Umdenken in der bisherigen Debatte gefordert.

Nachdem bislang nur über künftige Flüchtlingszahlen und eine angemessene finanzielle Beteiligung des Bundes diskutiert worden sei, forderte Haseloff in einem Interview mit der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgabe): „Wir müssen das Thema ganz anders anfassen – von unserer generellen humanen und gesellschaftlichen Verpflichtung her. Wir haben die Menschlichkeit zu praktizieren, die uns selber in unserer Geschichte mehrfach widerfahren ist.“

Mehr als 20 Prozent aller Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Sachen-Anhalt eine neue Heimat gefunden hätten, seien Flüchtlinge gewesen, so Haseloff. „Das müssen wir uns wieder vor Augen führen, wenn es darum geht, in einem der reichsten Länder der Welt solidarische Verantwortung zu übernehmen.“

Haseloff kündigte an, am Prinzip der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen festhalten zu wollen und vor rechtsradikalen Attacken „keinen Deut“ zurückweichen zu wollen.

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