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Agentur für Arbeit will Pauschalisierung der Leistungen

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20.10.2011

Hartz-IV Agentur für Arbeit will Pauschalisierung der Leistungen

Berlin – Der Vizechef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heinrich Alt, hat sich für eine Pauschalisierung der Hartz-IV-Leistungen ausgesprochen.

„Da gibt es durchaus Handlungsspielraum. Wenn ich sehe, dass Rentner, die eine Mindestrente beziehen, und Studierende, die Bafög bekommen, eigenverantwortlich mit einem pauschalen Betrag umgehen können, verstehe ich nicht, warum das bei Hartz-IV-Empfängern nicht möglich sein soll“, sagte Alt der „Rheinischen Post“.

Die Komplexität zeige sich in der Länge des Hartz-IV-Bescheides, kritisierte das BA-Vorstandsmitglied. „In Belgien ist der vergleichbare Bescheid nur eine Seite lang. Das ist mein best practice“, sagte Alt.

Heinrich Alt will desweiteren Langzeitarbeitslose auch nach einer erfolgreichen Vermittlung von Mitarbeitern der Jobcenter betreuen lassen. „Wir brauchen bei den schwerer vermittelbaren Arbeitslosen eine Art Nachbetreuung durch die Vermittler der Jobcenter, beispielsweise für ein halbes Jahr“, so Alt. „Das ist wie bei Leistungssportlern, die von speziellen Coaches nach einer langen Verletzung wieder zurück in den sportlichen Alltag geführt werden müssen.“

Die so genannte Rückkehrer-Quote von vermittelten Hartz-IV-Empfängern sei zu groß, betonte Alt. „Jeder zweite Hartz-IV-Empfänger fällt nach Arbeitsaufnahme innerhalb eines Jahres wieder in die Transferleistung“, so Alt.

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