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Atommülltanks in Hanford undicht

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24.02.2013

USA Atommülltanks in Hanford undicht

Angeblich keine unmittelbare Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.

Hanford – In der US-Atomanlage Hanford sind sechs Tanks mit radioaktivem Schlamm löchrig geworden. Das habe ihm US-Energieminister Steven Chu mitgeteilt, sagte der Gouverneur des Bundesstaates Washington, Jay Inslee, nachdem er den Minister am Freitag getroffen hatte. Zuvor sei nur von einem schadhaften Tank die Rede gewesen. Die Zahl der Lecks variiere von Behälter zu Behälter. Nach Ansicht Chus bestehe allerdings keine unmittelbare Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.

Die Anlage in Hanford entstand bereits während des Zweiten Weltkriegs, als die USA im sogenannten Manhattan Projekt ihre ersten Atombomben bauten. Später wurde hier auch das Plutonium für die Atomwaffen produziert, die die USA im Kalten Krieg aufstellten. Der dabei anfallende flüssige Atommüll wurde in riesige unterirdische Tanks gefüllt.

Hanford gilt als das am stärksten nuklear verseuchte Gebiet in den USA, das seit fast 25 Jahren in einem aufwendigen Verfahren saniert wird. Wegen technischer Probleme dauert dies aber schon wesentlich länger als zunächst geplant. Die US-Regierung hat inzwischen damit begonnen, die Abfälle aus älteren einwandigen in neuere doppelwandige Tanks umzufüllen. Einer der jetzt undicht gewordenen altersschwachen Behälter wurde 1943 bis 1944 gebaut.

Nahe der Anlage fließt der Columbia River, wo jeden Herbst die Königslachse stromaufwärts wandern und zahlreiche Pelikane leben.

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