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16.07.2017

Jungheinrich Unternehmen bereitet sich auf Einfuhrzölle in den USA vor

„Im Fall der USA würden wir uns schon etwas einfallen lassen.“

Hamburg – Das Unternehmen Jungheinrich aus Hamburg, der zweitgrößte Hersteller von Gabelstaplern in Europa, bereitet sich auf Einfuhrzölle in den USA vor.

„Einfuhrbeschränkungen jedweder Art können nicht funktionieren, dafür ist die Welt viel zu sehr vernetzt“, sagte Jungheinrich-Chef Hans-Georg Frey der „Welt am Sonntag“. Er kenne kein Land, welches sich abgeschottet habe und gleichzeitig wettbewerbsfähige Produkte hervorbringe. „Im Fall der USA würden wir uns schon etwas einfallen lassen“, sagte Frey.

Jungheinrich kooperiert in den USA mit Mitsubishi Caterpillar. Der japanische Konzern baut Geräte dort in Lizenzfertigung und unter dem Namen Jungheinrich. „Im Falle von Zollschranken könnten wir darauf reagieren“, sagte Frey.

Zugleich profitiert Jungheinrich vom Wachstum des chinesischen Stapler-Marktes und holt seit Kurzem von dort billige Geräte nach Deutschland. Das Unternehmen produziert die Maschinen für Asien auch in einem eigenen Werk in China. „Das ist ein Riesenvorteil. Wir haben gerade damit angefangen, sogenannte elektrische Niederhubgeräte aus unserer chinesischen Fertigung nach Deutschland und in andere Länder zu exportieren“, sagte Frey. Dieses Geschäft laufe mit großem Erfolg an.

Eine Konkurrenz für die Fertigung im Heimatland Deutschland sei dies jedoch nicht. „Die Maschinen unterscheiden sich. Es gibt in westlichen Ländern einen Bedarf an technisch einfachen und robusten Staplern“, sagte Frey. Es gebe auch in Deutschland Kunden, die keine technologisch hoch anspruchsvollen Geräte benötigten.

„Chinesische Hersteller verkaufen weltweit solche Maschinen im Einstiegssegment. Das machen wir mit unserer chinesischen Produktion jetzt auch. Wenn Sie so wollen, schlagen wir die Chinesen mit ihren eigenen Waffen“, sagte Frey.

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