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13.11.2015

Magazin ARD-Moderatorin Anja Reschke erhält unzählige Hass-Mails

„Man versucht gern, uns zu erniedrigen.“

Hamburg – ARD-Moderatorin Anja Reschke erlebt unzählige Anfeindungen und verbale Übergriffe – weil sie Journalistin ist und regelmäßig über die Flüchtlingsproblematik berichtet.

„Wenn man früher seine Argumente erklärt hat, kam man auch in einen Dialog. Bei dem Flüchtlingsthema gelingt das oft nicht mehr“, sagte die „Panorama“-Moderatorin dem Magazin „Journalistin“, einem Spezial des „medium magazins“. „Die Argumentationen sind so fest gemauert, man dringt überhaupt nicht mehr durch. Viele verweigern sich Fakten, sie wollen sich gar nicht auseinandersetzen, sondern nur ihre Meinung loswerden.“

Nach einem „Tagesthemen“-Kommentar zur Hetze im Netz erhielt sie Reaktionen, die intensiver gewesen seien als alles was sie zuvor erlebte. „Man versucht gern, uns zu erniedrigen. Es wird einem entweder Vergewaltigung angedroht oder man wird als Schlampe beschimpft“, so Reschke.

Wichtig sei, dass Journalisten das berichten, was passiert – „also etwa auch, wenn es zu Krawallen in Flüchtlingslagern kommt“. Man dürfe diese Themen nicht tabuisieren, aus der Befürchtung heraus Ressentiments zu bedienen: „Die müssen von Journalisten besetzt werden, sonst benutzen sie nur die Rechten und die Medien verlieren ihre Glaubwürdigkeit“, so die Moderatorin.

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