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13.01.2010

Haiti Erdbeben Suche nach Überlebenden beginnt

Port-au-Prince – Nach dem schweren Erdbeben auf Haiti hat inzwischen die Suche nach Überlebenden in den Trümmern begonnen. Bislang gibt es noch keine offiziellen Angaben über Tote oder Verletzte, die haitianischen Behörden rechnen jedoch mit Hunderten Opfern. Bei dem schwersten Erdstoß auf dem Inselstaat seit 200 Jahren wurden in wenigen Sekunden viele Gebäude in der Hauptstadt Port-au-Prince zerstört, darunter Krankenhäuser, Hotels, der Präsidentenpalast und das Hauptquartier der UN. Der haitianische Botschafter in den USA, Raymond Joseph, sagte dem US-Sender CNN, er befürchte „eine Katastrophe großen Ausmaßes“. Die Kommunikationsnetze in Port-au-Prince, die sich nur wenige Kilometer vom Epizentrum entfernt befindet, waren nach dem Beben der Stärke 7,0 vollkommen zusammen gebrochen.

Der Erdstoß ereignete sich um 16:53 Uhr Ortszeit am Dienstagnachmittag (22:53 Uhr deutscher Zeit). Anschließend gab es mehrere starke Nachbeben. Experten rechnen mit einer humanitären Katastrophe, da die Region rund um das Epizentrum mit rund zwei Millionen Menschen total überbevölkert ist. Haiti gilt als ärmstes Land der westlichen Hemisphere. Knapp 80 Prozent der rund neun Millionen Einwohner Haitis müssen mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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