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10.02.2010

Hacker kommen in Filmen überraschend gut weg

Dublin – Hacker genießen in Filmen ein überraschend positives Bild. Normalerweise herrscht in der Öffentlichkeit das Klischee des cyberkriminellen Bösewichts vor, wenn von Hackern die Rede ist. Dass es neben den „bösen“ Hackern (Black Hats) auch die „guten“ White Hats gibt, wird meist außer Acht gelassen und es ergibt sich ein tendenziell negatives Image. Anders ist dies offenbar in Filmen. Wie eine irische Analyse, veröffentlicht im International Journal of Internet Technology and Secured Transactions, nun zeigt, kommen Hacker in fiktionalen Filmen überraschend gut weg.

Damian Gordon, Forscher an der School of Computing am Dublin Institute of Technology hat diverse Filme aus den vergangenen vier Jahrzehnten – darunter Blockbuster wie Matrix oder Jurassic Park – untersucht und ist zu interessanten Schlüssen gekommen, wie Inderscience berichtet. Insgesamt lagen der Analyse 50 Filme zugrunde, in denen zumindest ein wichtiger Charakter mit Hacking zu tun hat. Dabei zeigte sich, dass 44 Hacker in den Filmen eindeutig positiv und nur zehn negativ dargestellt wurden.

Stereotypes Bild irreführend

Die stereotype Definition eines Hackers könne leicht in die Irre führen, sie durchdringe die Popkultur und lenke Gesetzgeber möglicherweise sogar von echten Gefahren im Web ab, wird gewarnt. Nach Gordons Analyse ist jedenfalls klar, dass das weithin vorherrschende Bild von Hackern als kleinkriminelle Teenager nicht durch Filme verursacht wurde.

Die in den Filmen dargestellten Hacker waren zumeist über das Teenager-Alter hinaus. Insgesamt wurden 19 Hacker-Charaktere als Beschäftige in der Computerindustrie angesiedelt, 17 waren reine „Vollzeit-Hacker“, zwölf Studenten und zwölf hatten irgendwelche anderen Berufe. „Tatsächlich wird die Mehrheit der Hacker in Filmen als „gute Jungs“ zwischen 25 und 50 Jahren dargestellt, die entweder in der Computerindustrie oder als Vollzeit-Hacker arbeiten“, erläutert Gordon.

Das komme auch der Eigendefinition von Hackern näher als das bekannte Klischee. Die Untersuchungsergebnisse könnten nun auch dabei helfen, dass sich ein positives Image stärker durchsetze.

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