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03.04.2010

Guttenberg: Afghanistan-Einsatz ist immer noch notwendig

Berlin – Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat nach dem Tod von drei Bundeswehrsoldaten die Notwendigkeit des Afghanistan-Einsatzes hervorgehoben. „Ich bin in Gedanken bei den Familien der Gefallenen und den verwundeten Soldaten und deren Familien“, sagte Guttenberg der Zeitung „Bild am Sonntag“. Trotzdem sei er davon überzeugt, „dass der Einsatz in Afghanistan noch notwendig ist“. Er wisse aber auch, „wie wenig das diejenigen zu trösten vermag, die ihren Sohn, Partner, Ehemann, Bruder oder Vater verloren haben“, sagte der Minister.

„Die Hinterhältigkeit und Perfidie der Taliban lässt einen immer wieder fassungslos zurück“, sagte Guttenberg, der den Aufständischen vorwarf, den Karfreitag absichtlich „für diese heimtückische Aktion“ gewählt zu haben.

Die Bundeswehr war am Freitag in der Nähe von Kundus in schwere Kämpfe verwickelt worden, bei denen drei deutsche Soldaten starben. Außerdem tötete die Bundeswehr irrtümlich fünf afghanische Soldaten. Guttenberg sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, dass er den Tod der afghanischen Soldaten sehr bedauere und dem afghanischen Volk nur sein „tiefes Beileid“ aussprechen könne. Aber „im Krieg wie in kriegsähnlichen Zuständen“ zeige die bittere Erfahrung, „dass solche Vorfälle nie vollends auszuschließen sind.“

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