Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

AKW-Dampferzeuger

© Stefan Sauer / Archiv über dpa

13.03.2015

Gutachten Zweifel an Sicherheit von Atom-Rücklagen

Rückstellungen der Energiekonzerne nicht ausreichend sicher.

Berlin – Zweifel an den Milliarden-Rücklagen der Atomkonzerne: In zwei bisher unveröffentlichten Gutachten für die Bundesregierung wird laut „Spiegel“ gewarnt, dass die Rückstellungen der Energiekonzerne nicht ausreichend sicher seien, um den Rückbau der AKW und die Endlagerung des Atommülls zu bezahlen.

Die Unternehmen haben insgesamt 35,8 Milliarden Euro an Rückstellungen zur Abwicklung des Atomkraftzeitalters gebildet. Das letzte AKW soll spätestens 2022 abgeschaltet werden.

Wie das Hamburger Magazin in seiner neuen Ausgabe schreibt, bekommt der Bund von den Konzernen noch nicht einmal genug Informationen über deren Bilanzen, um zu beurteilen, ob die Summen wirklich sicher angelegt sind: „Ob die Gelder später für die Stilllegung und Endlagerung sicher zur Verfügung stehen, ist anhand dieser Angaben nicht möglich“, heißt es in einem Gutachten der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit aus Köln.

Auch könne der Bund, so urteilen die Experten, bei einer Konzernpleite nicht einfach auf die Gelder zugreifen. So warnen die Juristen im Gutachten für das Umweltministerium, verbleibendes Kapital würde im Insolvenzfall ins haftende Unternehmensvermögen fallen, „mit der Folge, dass andere Gläubiger darauf zugreifen könnten“. Ihr Fazit: „Die Kosten, die im Wege der Entsorgung und Stilllegung anfallen würden, müsste dann der Bund tragen.“

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dpa / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/gutachten-zweifel-an-sicherheit-von-atom-ruecklagen-80244.html

Weitere Nachrichten

SPD-Logo

© über dts Nachrichtenagentur

SPD Sonderparteitag beschließt Wahlprogramm einstimmig

Der außerordentliche SPD-Bundesparteitag hat das Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2017 ohne Gegenstimmen beschlossen - bei einer Enthaltung. "Mit dem ...

Solidaritätszuschlag

© über dts Nachrichtenagentur

Schäuble Soli-Abschaffung vor 2030 möglich

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich offen dafür gezeigt, den Solidaritätszuschlag früher als bis zum Jahr 2030 abzuschaffen. "Natürlich ...

Wolfgang Schäuble

© über dts Nachrichtenagentur

CDU Schäuble kritisiert SPD-Steuerpläne

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat der SPD beim Thema Steuern Wählertäuschung vorgeworfen. Das Steuerkonzept der SPD sei "eine ziemlich große ...

Weitere Schlagzeilen