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24.07.2011

Grundlagenforscher fordern Rückbesinnung auf Kunst des Heilens

Berlin – Grundlagenforscher fordern Mediziner auf, mit Zuwendung und positiven Erwartungen die Genesung ihrer Patienten zu fördern. „Ärzte müssen die Kunst des Heilens wieder stärker berücksichtigen“, sagte der Essener Psychoimmunologe Manfred Schedlowski dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Die Medizinerin Karin Meißner von der Ludwig-Maximilians-Universität in München stellte bei Messungen in Gottesdiensten fest, dass bestimmte Rituale, Körperkontakt und die Empathie des Behandlers nachweislich körperliche Veränderungen hervorrufen. Diese gingen über eine erwartbare Placebowirkung hinaus.

Den Glauben an die Genesung nutzt auch eine stetig steigende Zahl an Heilpraktikern. Meißner erwartet, dass das Interesse an nicht-medizinischen Heilern in den nächsten Jahren noch zunehmen wird. „Vor 20 Jahren, als Akupunktur und Homöopathie aufkamen und von den Patienten gerne angenommen wurden, gab es dieselbe Ablehnung unter Medizinern wie heute gegenüber dem spirituellen Heilen“, sagte sie „Focus“.

In Deutschland waren 2009 nach Branchenangaben fast 30.000 geprüfte Heilpraktiker zugelassen. Daneben bieten selbsternannte Gesundbeter ihre teils zweifelhaften Dienste an. Die Beratungsstelle Sekten-Info Nordrhein-Westfalen verzeichnete im Jahr 2010 64 Prozent mehr Beschwerden als im Vorjahr.

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