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Jürgen Trittin

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11.08.2013

Grüne Trittin will keine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer

Kein systematischer Missbrauch innerhalb der Partei.

Berlin – Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin hat Forderungen zurückgewiesen, eine Anlaufstelle für Opfer von Pädophilen in den Gründungsjahren seiner Partei einzurichten. „Ich kenne niemanden, der behauptet, es habe systematischen Missbrauch innerhalb der Partei der Grünen gegeben“, sagte Trittin der „Welt am Sonntag“. „Einzelne Grüne werden verdächtigt, Straftaten begangen zu haben. Ich halte deshalb den Weg, den wir gehen, für richtig.“

Die Grünen haben den Göttinger Parteienforscher Franz Walter mit der Aufklärung pädophiler Strömungen in den achtziger Jahren beauftragt. Die möglichen Straftaten seien „nicht Parteistrukturen zuzuordnen, sondern Individuen“, sagte Trittin. „Aufgabe von Herrn Walter ist es, die Haltung der Partei zu solchen Straftaten aufzuklären.“

Forderungen nach einer Anlaufstelle für Opfer hatte unter anderem die CSU erhoben. Die Legalisierung sexueller Kontakte mit Kindern sei „insbesondere in NRW eine große Debatte“ gewesen, räumte der Fraktionsvorsitzende ein. „Wir haben damals mit einem gewissen Erschrecken gesehen, wie sich das zugespitzt hat.“ Schnell sei die Angelegenheit „programmatisch klargestellt“ worden.

Auch auf Bundesebene habe eine deutliche Verschiebung stattgefunden. „Es hat eine völlige Neugründung der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule gegeben“, sagte Trittin. Der Rechtspolitiker Volker Beck habe „die grüne Schwulenpolitik von pädophilen Einflüssen befreit“.

Kein schnelles Untersuchungsergebnis

Trittin machte deutlich, dass ein Untersuchungsergebnis nicht kurzfristig zu erwarten sei. „Wir haben Franz Walter keine Vorschriften gemacht – auch keine zeitlichen“, sagte der Spitzenkandidat. „Er hat erkennen lassen, dass er das für ein anspruchsvolleres Forschungsprojekt hält.“ Man müsse schauen, welche „weiteren Konsequenzen gegebenenfalls daraus zu ziehen sind“, so Trittin weiter.

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