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Großkreutz verdirbt Herthas Jubiläumsspiel

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18.02.2012

1. Bundesliga Großkreutz verdirbt Herthas Jubiläumsspiel

Dortmund feiert knappen Sieg und bleibt an der Spitze – Rehhagel soll Berlin vor Abstieg retten.

Berlin – Borussia Dortmund schwimmt in der Bundesliga weiter auf der Erfolgswelle. Nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg bei Hertha BSC am Samstag feierte der BVB den sechsten Sieg in Folge und verteidigte damit die Tabellenführung. Hertha hat dagegen in seinem 1000. Bundesligaspiel den erhofften Befreiungsschlag verpasst und bleibt somit in der elften Bundesligapartie in Serie weiter sieglos. Den entscheidenden Treffer für den deutschen Fußball-Meister vor 74.244 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion erzielte Kevin Großkreutz in der 66. Minute.

Durch den Sieg hat der BVB einen neuen Klubrekord aufgestellt: 16 Spiele in Serie ist der BVB in der Bundesliga nun ungeschlagen.

Damit misslang der Einstand der beiden Hertha-Interimstrainer Rene Tretschok und Ante Covic, die bereits im nächsten Spiel einen Vorgesetzten bekommen: Wie Hertha-Manager Michael Preetz unmittelbar vor der Begegnung bestätigte, haben die Berliner Trainer Otto Rehhagel als Nachfolger des vor einer Woche entlassenen Michael Skibbe verpflichtet. Der 73-Jährige wird zusammen mit Tretschok und Covic die Mannschaft bis zum Sommer trainieren und soll den Aufsteiger zum Klassenerhalt führen.

“Beide Seiten hatten gute Torchancen, aber Dortmund hat den Sieg erzwungen”, sagte Tretschok, der ein Unentschieden für das gerechtere Ergebnis erachtet hätte, bei Sky: “Es tut mir leid für die Mannschaft, ich kann ihr nichts vorwerfen. Ein Punktgewinn wäre verdient gewesen.”

Gegen den BVB nahmen Tretschok und Covic im Vergleich zur peinlichen 0:5-Pleite beim VfB Stuttgart drei Veränderungen in der Startelf vor: Christoph Janker, Nikita Rukavytsya und Adrian Ramos rückten für Alfredo Morales, den rotgesperrten Andreas Ottl sowie Pierre-Michel Lasogga ins Team. Gästetrainer Jürgen Klopp brachte Stürmer Lucas Barrios für den verletzten Shinji Kagawa.

Herthas Innenverteidiger Hubnik überragend

Und das Fehlen des Japaners machte sich bei Dortmund in den ersten 45 Minuten deutlich bemerkbar. Lewandowski füllte das von Kagawa hinterlassene Vakuum in der Offensive zunächst kaum aus. Auf der anderen Seite machte es Hertha den Dortmundern auch schwer. Die Berliner standen gut gestaffelt, und kam mal ein Ball durch, klärte meist der überragende Hertha-Verteidiger Roman Hubnik. Dennoch hätte Dortmund in der 31. Minute in Führung gehen müssen, als Barrios völlig freistehend aus wenigen Metern an Hertha-Keeper Thomas Kraft scheiterte. Fünf Minuten später eine ähnliche Szene auf der anderen Seite: Herthas Raffael luchste Mats Hummels den Ball ab und vergab frei vor Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller.

Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Lewandowski seine beste Aktion, als er den früheren Hertha-Spieler Lukasz Pizczek perfekt bediente. Erneut aber reagierte Kraft glänzend. Pizczek verletzte sich bei der Aktion und musste zur Pause durch Patrick Owomoyela ersetzt werden.

Die zweite Hälfte begann gut für die Berliner. Mittelfeldspieler Patrick Ebert aber vergab zweimal aus aussichtsreicher Position (50., 53.). Tretschok und Covic bewiesen in der 63. Minute mit der Einwechslung des Angreifers Lasogga für Rukavytsya Courage. Drei Minuten später jedoch sorgte Großkreutz für die Entscheidung zugunsten des Deutschen Meisters: Nach eine Flanke von Jakub Blaszczykowski köpfte Lewandowski aufs Tor; Kraft reagierte glänzend, hatte aber gegen den anschließenden Fallrückzieher von Großkreutz keine Chance.

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