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Große Risiken bei Euro-Ausstieg

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27.02.2012

Griechenland Große Risiken bei Euro-Ausstieg

IW befürchtet „schwer kalkulierbare Ansteckungseffekte“.

Köln – Ein Euro-Ausstieg Griechenlands kann nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) große Länder der Gemeinschaftswährung mit in die Krise reißen. Bei einem Euro-Abschied der Griechen „würden schwer kalkulierbare Ansteckungseffekte drohen – auch für große Euroländer“, erklärte das arbeitgebernahe Wirtschaftsinstitut am Montag in Köln. Zur Begründung verwies es auf die Möglichkeit, mit der Rückkehr zur alten Währung auch Anleihen auf diese umzustellen. Ein erster Ausstieg könne Anleger für dieses Risiko sensibilisieren.

Anleihen, die Euro-Staaten nach eigenem Recht ausgegeben hätten, seien bei einem Euro-Ausstieg durch Gesetz auf die andere Währung umstellbar, sagte IW-Finanzexperte Jürgen Matthes. Dies wälze das Wechselkursrisiko auf die Anleger ab. Ein Euro-Ausstieg der Griechen könne zu einer massiven Abkehr der Anleger von Anleihen vor allem Spaniens oder Italiens führen. Italien habe alle Anleihen nach eigenen Recht begeben, Spanien rund die Hälfte der Staatspapiere.

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