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01.10.2009

Große Mehrheit der Deutschen wollen D-Mark wieder

(pressebox) – Fragt man die Deutschen heute, 10 Jahre nach der Euro-Einführung, ob sie die D-Mark wiederhaben möchten, so antworten die meisten mit einem eindeutigen „Ja“. Bei der großen Internet-Umfrage des Bayerischen Münzkontors wurde diese Tendenz bestätigt: Fast 64 % der Befragten wünschen sich die DM zurück! Sicherlich spielt hierbei auch das Alter der Befragten eine Rolle. Nur diejenigen, die auch die D-Mark längere Zeit als Zahlungsmittel kannten, vermissen sie auch heute noch.

1999 betrat der Euro zum ersten Mal die Bühne der internationalen Währungen – wenn zunächst auch nur als Buchgeld. Am 1. Januar 2002 endete dann das Zeitalter der nationalen Währungen und auch das der guten alten D-Mark. Zur so genannten Euro-Zone gehörten damals Deutschland, Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien.

Hintergrund einer gemeinsamen, europäischen Währung war neben der politischen, eine ökonomische Überlegung. Der europäischen Währungsunion ging es vor allem darum, Währungsschwankungen innerhalb Europas einzudämmen. Deshalb 1979 starteten der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und der französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing das Europäische Währungssystem. 1989 vereinbarten die EU-Staaten die Errichtung einer Wirtschafts- und Währungsunion in drei Stufen. 1993 trat der Vertrag von Maastricht in Kraft, im Mai 1998 fällten die europäischen Staats- und Regierungschefs die historische Entscheidung, den Euro einzuführen, im Juni wurde die Europäische Zentralbank gegründet.

Die Umstellung der nationalen Währungen auf die europäische Währung ist einmalig in der Geschichte Europas und gilt als Meilenstein in der Entwicklung einer europäischen Einheit. Trotz lang geplanter, medienwirksamer Vorbereitung der Bevölkerung bedauern viele Deutsche den Verlust „ihrer“ Mark. Denn über 50 Jahre stand die Deutsche Mark für Stabilität und Sicherheit. Nach dem 2. Weltkrieg am 21. Juni 1948 löste sie erstmals die Reichsmark in den drei westlichen Besatzungszonen und den Westsektoren Berlins als gesetzliche Währung ab. Bis 2002 erlebte sie einen ungeahnten Höhenflug zu einer der härtesten und stabilsten Währungen der Welt. Und das ist vielen Deutschen in Erinnerung geblieben, zumal die Weltwirtschaftskrise und der Banken- und Börsencrash der jüngsten Vergangenheit die Menschen massiv verunsichert.

Nicht bei allen Ländern der Europäischen Union ging der nationale Währungswechsel reibungslos über die Bühne. Die Briten und Schweizer debattieren seit Jahren über den Euro-Beitritt, bis jetzt ohne abschließendes Ergebnis – sie behielten sich das Recht vor, selbst über den Beitritt zur Währungsunion zu beschließen. Schweden und Dänemark entschieden sich per Volksentscheid gegen den Euro und für ihre alte Währung.

Den Deutschen bleibt ihre gute, alte D-Mark auch weiter in guter Erinnerung: Gesammelt wird sie weiterhin – nicht nur von vielen Numismatikern, sondern auch Normalbürger haben über das Sammeln der D-Mark Ihr Münzhobby entdeckt.

Das BAYERISCHE MÜNZKONTOR ist weltweit das drittgrößte Versandhandelsunternehmen im Sammlerbereich und in Europa Marktführer für Sammlerartikel mit Schwerpunkt Muenzen und Medaillen. Es beliefert weltweit rund acht Millionen Sammler, davon fünf Millionen in Deutschland. 2008 feierte die das Unternehmen sein 30-jähriges Firmenjubiläum.

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