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20.10.2010

Großbritannien schlägt radikalen Sparkurs ein

London – Großbritanniens Regierung hat dem Land einen radikalen Sparkurs verordnet. „Heute ist der Tag, an dem Großbritannien vom Abgrund zurück tritt, denn ohne drastische Einschnitte würde das Land im Schuldensumpf versinken“, verkündete der britische Finanzminister George Osborne am Mittwoch im britischen Parlament. Insgesamt sollen in den kommenden vier Jahren 100 Milliarden Euro eingespart werden. Ziel sei es, die derzeitige Neuverschuldung des Landes von fast elf Prozent innerhalb von nur einer Wahlperiode auf Null zu reduzieren.

Die Sparmaßnahmen treffen dabei alle Teile der Bevölkerung. Unter anderem sollen eine halbe Million Stellen im öffentlichen Dienst eingespart werden. Weiterhin werden den Universitäten Zuschüsse gestrichen, so dass Schulabgänger mit höheren Studiengebühren rechnen müssen. Auch beim Kindergeld sind Kürzungen zu erwarten. Arbeiter und Angestellte werden wohl bis zur Rente länger arbeiten müssen.

Die Ministerien des Landes selbst müssen auf 20 Prozent ihrer bisherigen Ausgaben verzichten. Das Königshaus habe bereits zugestimmt, die gesamten Ausgaben des königlichen Haushalts bis 2013 um 14 Prozent zu kürzen. Die Königin verzichtet 2011 auf die Erhöhung ihrer Einnahmen. Experten werten die verkündeten Pläne als den härtesten Sparhaushalt seit dem Zweiten Weltkrieg.

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