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Großbäckerei soll bald verkauft werden

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08.03.2012

Müller-Brot Großbäckerei soll bald verkauft werden

Produktion soll übernächste Woche wieder starten.

Neufahrn – Die nach einem Hygieneskandal pleitegegangene Großbäckerei Müller-Brot soll bald verkauft werden. Bis Ende März werde entschieden, welche Investor den Zuschlag erhalte, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl am Donnerstag in Neufahrn.

Derzeit verhandele er mit „mehr als fünf Interessenten“, die das Unternehmen samt Produktionsanlagen und Filialnetz übernehmen wollen. Sein Ziel sei es, das „Gesamtgebilde“ von Müller-Brot und die größtmögliche Zahl der rund 1.250 Arbeitsplätze zu erhalten.

Wegen Schädlingsbefalls und verschmutzter Maschinen ist die Backfabrik im oberbayerischen Neufahrn seit Ende Januar stillgelegt. Übernächste Woche soll die Produktion laut Ampferl in Teilen wieder aufgenommen werden – falls die Gesundheitsbehörden nach einer Kontrolle grünes Licht geben. „Ich bin der absolut festen Überzeugung, dass wir die Abnahme schaffen“, sagte er.

Derzeit sind 250 Beschäftigte von Müller-Brot täglich bis zu zwölf Stunden beschäftigt, die Anlagen auf dem sieben Fußballfelder großen Gelände zu säubern. „Die sind unendlich fleißig, die putzen und werkeln, das ist verrückt“, sagte Ampferl. Jeder im Unternehmen wolle jetzt anpacken und „alles perfekt machen“. Für die Reinigungs- und Umbauarbeiten stehen 600.000 Euro zur Verfügung.

Vertrauen durch alte Rezepturen wiedergewinnen

Ampferl sprach von einem „enormen Imageschaden“ angesichts des Hygieneskandals. Das Vertrauen der Kunden will er unter anderem durch bewährte Rezepte wiedergewinnen. „Wir wollen zurück zur alten Müller-Qualität“, sagte Ampferl. In Backversuchen werde zum Beispiel ausprobiert, „welche Breze die Schmackhafteste ist“. Der Name Müller-Brot soll erhalten bleiben – es solle nicht der Eindruck entstehen, dass man die Verbraucher täuschen wolle.

Wegen der Hygienemängel hatte Müller-Brot Großkunden wie Aldi und Lidl verloren, der Produktionsstopp brockte der Bäckerei Verluste in Millionenhöhe ein. Mitte Februar zog die Geschäftsführung die Reißleine und meldete Insolvenz an. Kurz danach inspizierten Kontrolleure die Backfabrik und fanden erneut Mäusekot und Ungeziefer.

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