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Griechenland-Politik entzweit Bundesregierung

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17.02.2012

Dissens Griechenland-Politik entzweit Bundesregierung

Zwischen Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble zeichnet sich offenbar ein Dissens ab.

München – Zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) zeichnet sich offenbar ein Dissens über den richtigen Weg zur Rettung Griechenlands ab. Während Schäuble nach Angaben aus Koalitionskreisen eher zu einer Lösung tendiere, bei der sich Athen förmlich für insolvent erklärt, wäre dieser Schritt aus Merkels Sicht zu riskant, schreibt die “Süddeutsche Zeitung” (Freitagausgabe). Einig seien sich beide darin, dass Griechenland Euro-Mitglied bleiben sollte.

Schäuble habe nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre kaum noch Hoffnung, dass die Griechen die vereinbarten Spareinschnitte umsetzen werden. Selbst wenn dies gelänge, wäre 2020 die Schuldenlast gemessen an der Wirtschaftsleistung mit voraussichtlich gut 120 Prozent immer noch viel zu hoch. Merkel kann dem Bericht zufolge zwar Schäubles Analyse in weiten Teilen folgen, nicht aber der Schlussfolgerung. Sie hält es dem Vernehmen nach für möglich, dass eine Pleite Griechenlands eine Schockwelle auslösen könnte, die auch Länder wie Spanien und Italien unter sich begräbt und zum Ende der Währungsunion führt.

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