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Parlament Griechenland

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26.02.2015

Griechenland-Krise Wirtschaftsweiser Feld erwartet drittes Hilfspaket für Athen

„Griechenland hat über Jahre die Regeln der Eurozone gebrochen.“

Berlin – Der Wirtschaftsweise Lars Feld rechnet mit, dass Griechenland ab Sommer ein drittes Rettungspaket benötigt und fordert die Bundesregierung auf, das auch klar zu sagen.

In einem Interview mit „Bild“ (Donnerstag) erklärte Feld: „Griechenland benötigt allein von Juli bis Oktober mehr als zehn Milliarden Euro frisches Geld. Da das Land an den Kapitalmärkten keine Kredite bekommt, führt an einem dritten Hilfspaket kein Weg vorbei. Die Bundesregierung täte gut daran, das klar zu sagen.“

Feld, der Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist, kritisierte das Verhalten der Athener Regierungen scharf und sprach sich indirekt für einen Euro-Austritt des Landes aus. „Griechenland hat über Jahre die Regeln der Eurozone gebrochen. Das geht nicht. Frechheit darf sich nicht auszahlen. Nur wenn Griechenland sich an die Regeln hält, kann es in der Währungsunion bleiben.“

Feld warnte die Bundesregierung und die anderen Euro-Staaten davor, den Forderungen der Griechen nach einer Abkehr vom Sparkurs nachzugeben. Das wäre „ein fatales Signal für andere Staaten, zum Beispiel Spanien“, sagte Feld gegenüber „Bild“: „Dort könnten sich radikale Parteien ebenfalls ermuntert fühlen, ein Ende des Sparkurses zu fordern. Das wäre das Ende für den Euro, wie wir ihn heute kennen.“

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