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Einkaufsstraße in Athen mit Griechischem Parlament

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24.07.2015

Griechenland-Krise Troika will Sparkurs abmildern

Die zuletzt anvisierten Etatziele seien illusorisch.

Athen – Die Troika aus Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) will den Sparkurs in Griechenland merklich lockern. Die zuletzt anvisierten Etatziele seien illusorisch, weil die Wirtschaft eingebrochen sei, heißt es in Troika-Kreisen, berichtet der „Spiegel“ in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe.

So sei nicht damit zu rechnen, dass Griechenland dieses Jahr einen Primärüberschuss, also ein Haushaltsplus vor Zinszahlungen, von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts erzielt. Dieser Puffer dürfte durch die jüngsten ökonomischen Turbulenzen aufgebraucht sein.

Auch für die nächsten Jahre will sich die Troika mit geringeren Überschüssen zufrieden geben als bislang geplant, weil sie die Rezession nicht verschärfen will. Für 2016 wird demnach ein Plus von einem Prozent angepeilt, statt den bisher vorgesehenen zwei Prozent. 2017 soll der Primärüberschuss ebenfalls geringer ausfallen als die vorgegebenen drei Prozent. Offen ist auch, ob 2018 der Wert von 3,5 Prozent erreicht wird.

Der Sanierungsrabatt stellt die langfristige Schuldentragfähigkeit Griechenlands infrage, an die besonders der IWF weitere Hilfen knüpft. Die niedrigeren Vorgaben dürften daher die Diskussion befeuern, ob das Land am Ende nicht doch einen Schuldenschnitt braucht.

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