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Wolfgang Schäuble

© RudolfSimon / CC BY-SA 3.0

19.02.2015

Griechenland-Krise Experten fordern Schäuble auf gegenüber Athen hart zu bleiben

„Es ist unbedingt notwendig, dass Minister Schäuble hier nicht einknickt.“

Düsseldorf – Führende Ökonomen haben Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) aufgefordert, in den Verhandlungen mit Griechenland hart zu bleiben.

„Es ist unbedingt notwendig, dass Minister Schäuble hier nicht einknickt und eine harte Haltung zeigt“, sagte Clemens Fuest, Chef des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Es ist ein Unding, dass eine Regierung fordert, die Steuerzahler anderer Länder sollen ihre zweifelhaften Wahlversprechen bezahlen“, sagte Fuest.

Der Stuttgarter Banken-Ökonom Hans-Peter Burghof sagte der Zeitung: „Griechenland kann kein Geld mehr von Partnern verlangen, ohne etwas dafür tun zu wollen. Es wäre fatal, wenn sich die Eurogruppe darauf einlassen würde.“

ZEW-Chef Fuest wies das Argument zurück, Griechenland brauche mehr Spielraum für kreditfinanzierte Investitionen, weil der Spar- und Reformkurs das Land tiefer in die Krise treibe.

„Diese Argumentation ist richtig, wenn wir einen vorübergehenden Nachfrageeinbruch haben, so wie 2008/09 in Deutschland. Etwas ganz anderes ist es, wenn ein Land wie Griechenland über Jahre hinweg mehr konsumiert als es erwirtschaftet“, sagte Fuest. „Wir haben hier keine Nachfragelücke, sondern einen Mangel an Produktivität.“

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