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Einkaufsstraße in Athen mit Griechischem Parlament

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03.02.2015

Griechenland-Krise DIW regt Vermögensabgabe für Reiche an

„Allerdings ist die Erhebung nicht einfach.“

Berlin – Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnte die neue Regierung in Athen den Staatshaushalt mit einer Sonderabgabe für vermögende Griechen sanieren.

„Eine Vermögensabgabe in Griechenland ist sinnvoll, um die Wohlhabenden stärker an der finanziellen Sanierung des Staates zu beteiligen und die sozialen Härten für die breite Bevölkerung zu begrenzen“, sagte der DIW-Steuerexperte Stefan Bach dem „Handelsblatt“ (Online-Ausgabe).

„Allerdings ist die Erhebung nicht einfach, da die Vermögenswerte ermittelt und im Fall von Finanzvermögen gesichert werden müssen, um Hinterziehung und Kapitalflucht zu unterbinden. Dabei sollten die EU-Länder Griechenland unterstützen.“

Bach ist auch der Ansicht, dass in Griechenland zu wenig gegen Steuerhinterziehung unternommen wird. Wichtig wäre daher vor allem, die Finanzverwaltung in Griechenland zu verbessern und die vorhandenen Steuern zu erheben. „Da gibt es wohl noch erheblichen Nachholbedarf“, sagte Bach mit Blick auf Expertenschätzungen, wonach der griechische Staat durch Steuerhinterziehung jährlich 15 Milliarden Euro an Einnahmen verliert.

Unabhängig davon hält es Bach für geboten, Steuerbefreiungen für Branchen abzuschaffen. „Das geht natürlich nicht von heute auf morgen und bringt auch Härten mit sich“, räumte der DIW-Experte ein. „Denn wenn sich größere Wirtschaftsbereiche auf laxen Steuervollzug und Steuerprivilegien eingestellt haben, ist das auch in den Wirtschaftsstrukturen eingepreist.“

Aber auf Dauer komme man um solchen Reformen nicht herum, wenn man eine funktionierende Wirtschaft aufbauen wolle, betonte Bach.

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