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Flüchtlinge in einer "Zeltstadt"

© über dts Nachrichtenagentur

20.09.2015

Gravierende Schwachstellen Polizei und BAMF können Flüchtlings-Daten nicht austauschen

Die IT-Systeme sind zu unterschiedlich.

Berlin – Bei der Erfassung der Daten von Flüchtlingen gibt es gravierende Schwachstellen. So können Bundespolizei und Länderpolizeien ihre Datensätze nicht mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) elektronisch austauschen, berichtet die „Welt am Sonntag“.

Der Grund: Die IT-Systeme sind zu unterschiedlich, so dass es keine Schnittstellen gibt. Dies bestätigte das Haus von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) der „Welt am Sonntag“. „Aktuell benutzen die verschiedenen Behörden für die Bearbeitung der Asylverfahren unterschiedliche IT-Systeme“, teilte das Ministerium mit.

Das verursache erheblich mehr Arbeit. So müssen Mitarbeiter des BAMF bereits erhobene Daten der Polizei momentan per Hand nochmals neu in die Computer eingeben. „Die Bundespolizei kann Aufgriffsmeldungen von Flüchtlingen und die Ergebnisse von erkennungsdienstlichen Behandlungen bisher nur per E-Mail an das BAMF übermitteln“, sagte ein hochrangiger Bundespolizist der „Welt am Sonntag“. Die BAMF-Angestellten müssten diese Daten dann in ihr eigenes IT-System übertragen. „Das ist eine unglaubliche Doppelarbeit.“

Das Präsidium der Bundespolizei in Potsdam räumte auf Nachfrage der „Welt am Sonntag“ ebenfalls den Missstand ein: „Warum ein entsprechender Übergang zu den Systemen des BAMF, der eine Kompatibilität sicherstellen würde, bisher nicht geschaffen wurde, ist der Bundespolizei nicht bekannt.“

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