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Bundesregierung reagiert gelassen

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04.04.2012

Grass-Gedicht Bundesregierung reagiert gelassen

Seibert will sich nicht dazu äußern.

Berlin – Die Bundesregierung hat demonstrativ gelassen auf das umstrittene Gedicht des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass zum Atomkonflikt zwischen Israel und dem Iran reagiert. „Es gilt in Deutschland die Freiheit der Kunst und es gilt glücklicherweise auch die Freiheit der Bundesregierung, sich nicht zu jeder künstlerischen Hervorbringung äußern zu müssen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, ihm seien von israelischer Seite noch keine offiziellen Reaktionen auf den Beitrag des Schriftstellers bekannt.

Grass schreibt in dem am Mittwoch in mehreren Zeitungen veröffentlichten Gedicht unter anderem: „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.“ Er schweige dazu nicht mehr, weil er der „Heuchelei des Westens“ überdrüssig sei.

Merkel hatte 2006, nachdem Grass seine stark kritisierte Biografie vorgestellt hatte, deutlich gemacht, dass der Schriftsteller und sie „sehr unterschiedliche Einschätzungen der deutschen Geschichte“ hätten. In diesem Zusammenhang sagte Seibert am Mittwoch: „Ich kann ihnen nichts Neues zum Verhältnis der Bundeskanzlerin zu Person und Werk von Günter Grass mitteilen.“

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