newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

ARD „Gottschalk Live“ soll angeblich abgesetzt werden

Intendanten wollen laut Zeitung von Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

Berlin – Die ARD gibt der Sendung „Gottschalk Live“ nur noch eine Gnadenfrist: Nach einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstagausgabe) haben sich die Intendanten „mit deutlicher Mehrheit“ dafür ausgesprochen, von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen, sofern sich die Einschaltquoten nicht verbessern. Der zuständige WDR und die Produktionsfirma Grundy Light Entertainment waren für eine offizielle Stellungnahme am Donnerstagvormittag nicht erreichbar.

Als Gründe für den Entschluss sollen die Intendanten der Zeitung zufolge die schwachen Quoten, unter denen auch die nachfolgende „Tagesschau“ leide, und die „unzureichende Qualität“ der von Thomas Gottschalk moderierten Sendung genannt haben.

Das Sonderkündigungsrecht besagt, dass die ARD sich von der Produktion von „Gottschalk Live“ mit Beginn der Sommerpause im Juni zurückziehen kann, wenn die Show bis zum Stichtag 20. April nicht auf einen durchschnittlichen Marktanteil von zehn Prozent kommt. Dieser Wert bezieht sich auf alle bis zu diesem Zeitpunkt ausgestrahlten Sendungen.

Dieses Ziel zu erreichen, dürfte für Gottschalk schwer werden. Der Vorabend-Talk erreichte bisher in der Regel nur einen Marktanteil von drei bis fünf Prozent. Gestartet war die Sendung am 23. Januar mit 4,34 Millionen Zuschauern und 14 Prozent Marktanteil. Schon am nächsten Tag halbierte sich die Zahl, und seither bewegt sich die Quote bei einer Million.

Derzeit wird das Konzept der Sendung überarbeitet und das Studio im Berliner Humboldt-Carré neu gestaltet. Am Montag war „Gottschalk Live“ erstmals mit Studio-Publikum auf Sendung gegangen. Am Mittwochabend waren Schauspielerin und „Playboy“-Model Ursula Karven und Entertainerin Désirée Nick zu Gast. 1,2 Millionen Menschen (4,6 Prozent Marktanteil) schauten an den Bildschirmen zu. Am Dienstagabend waren es nur 990.000 Zuschauer (3,8 Prozent Marktanteil) gewesen.

22.03.2012 © dapd / newsburger.de

Weitere Meldungen

Corona-Krise ARD und ZDF prüfen neue Konzepte für Polit-Talks

Die öffentlich-rechtlichen Sender prüfen wegen der Coronakrise neue Konzepte für Polit-Talks. Bei der ARD werde vor allem in puncto Video-Schalten weitergedacht, sagte ein Sendersprecher dem Nachrichtenportal Watson. ...

"Deutschland sucht den Superstar" Florian Silbereisen wird neuer DSDS-Juror

Der Schlagersänger, Moderator und Schauspieler, Florian Silbereisen, ist neuer Juror in den nächsten drei Liveshows von "Deutschland sucht den Superstar". Ab Samstag werde er bis zum großen Live-Finale am 4. ...

Corona-Krise TV-Sender ändern Regeln für Talkshow-Gäste

Coronavirus RTL verzichtet bei Fernsehshows auf Publikum

Nach umstrittenen Aussagen RTL nimmt Xavier Naidoo aus DSDS-Jury

Krebsleiden RTL meldet Tod von Walter Freiwald

Start-up-Show Frank Thelen steigt bei „Die Höhle der Löwen“ aus

Studie Umsätze mit Fernsehwerbung schrumpfen erstmals

Bornheim Man kann die „Tagesschau“ nicht „künstlich jünger machen“

ZDF-Showklassiker Thomas Gottschalk sieht keine Zukunft für „Wetten, dass..?“

Ibiza-Skandal-Video ZDF schließt Böhmermann-Beteiligung aus

Umbau Sachsen-Anhalts Staatskanzleichef will ARD ohne „Tagesschau“

Rundfunkbeitrag Wolf will harte Vollstreckungsmaßnahmen vermeiden

Olympia 2018 ZDF-Sportchef bestätigt Bemühungen um Übertragungsrechte

Dunja Hayali Moderatorin sucht die Auseinandersetzung mit ihren Kritikern

Sportrechte ZDF will mit anderen Interessenten zusammenarbeiten

ESC-Chef NDR will an Eurovision Song Contest festhalten

Frank Elstner Zu viele Nachahmer am Werk

Sat.1 Ben Tewaag gewinnt „Promi Big Brother“ 2016

TV Amoklauf in München war Top-Nachrichtenthema im Juli

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »