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17.12.2009

Google YouTube forciert kostenpflichtige Abos

Mountain View – Die Videoplattform YouTube überlegt die Einführung von kostenpflichtigen Abos.

In Zukunft könnte die Google-Videoseite Nutzern auf Abonnement-Basis große aktuelle TV-Serien und Filme online zur Verfügung stellen, berichtet der Guardian. Schon jetzt kooperiert YouTube mit verschiedenen TV-Sendern und anderen Contentinhabern, um Programme in voller Länger anbieten zu können.

Nun erwägt die Videoplattform aber erstmals auch, die Inhalte gegen Bezahlung zu verbreiten. In einem Interview soll David Eun, verantwortlich für Kooperationen mit Medienunternehmen bei Google, bestätigt haben, dass Paid Content eine Überlegung sei, sofern das Unternehmen noch mehr Partnerschaften mit Hollywoodstudios und Fernsehsendern erzielen könne.

Werbemodell hat Grenzen

„Wir setzen auf einige interessante langlebige Inhalte. Nicht alle davon sind über das Werbemodell zugänglich“, so Eun. YouTube ist nun offenbar darauf aus, Partnerschaften auch mit jenen Rechteinhabern zu erzielen, die sich bislang geweigert haben, ihren Content ohne entsprechende Vergütung zur Verfügung zu stellen.

Bisher ist YouTube in jeder Hinsicht gratis nutzbar und das komplette Geschäftsmodell beruht auf Werbung. Zwar gibt es Angebote zu Sendungen in voller Länge durch Kooperationen, doch diese sind nach wie vor begrenzt. Viele TV-Stationen wollten von Werbeumsatzbeteiligungen nichts wissen und haben ihre Inhalte daher zurückgehalten. Das könnte sich mit einem Paid-Content-Modell ändern.

Die Plattform, die ursprünglich vor allem von nutzergenerierten Inhalten geprägt wurde, hat sich seit längerem schon das Ziel gesetzt, mehr professionellen Content anbieten zu können. „YouTube war ursprünglich für nutzergenerierte Unterhaltung bekannt. Die inhaltliche Bandbreite der Seite hat sich aber im Laufe der vergangenen drei Jahre stark erweitert“, so Google-Sprecher Kay Oberbeck.

YouTube muss Gewinn bringen

Google-intern legt man offenbar großen Wert darauf, dass die Videoseite Geld einbringt. Laut CEO Eric Schmidt sei dies „erste Priorität“. Obwohl die Plattform große Popularität genießt und von einem Millionenpublikum besucht wird, hat es mit dem Geldverdienen bisher nicht so recht geklappt. Mit einer Ausdehnung der Kooperationen mit Rechteinhabern könnte sich YouTube zudem weiter gegen aufstrebende Konkurrenzseiten wie Hulu stärken.

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