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20.07.2009

Testreihe Google Chrome nach wie vor schnellster Browser

Mozillas Firefox hat ebenfalls deutlich verkürzte Ladezeiten aufgewiesen.

San Francisco – Googles Browser Chrome hat im Rahmen einer Testreihe des Fachportals PCWorld mit den schnellsten Ladezeiten aufgewartet. Mozillas Firefox, der in der Version 3.5 erst kürzlich vorgestellt worden ist, hat dabei ebenfalls deutlich verkürzte Ladezeiten aufgewiesen.

Mozilla hat sich von der JavaScript-Engine TraceMonkey auch eine deutlich verbesserte Performance bei der Ausführung von eingebettetem JavaScript-Code versprochen. Die unter Laborbedingungen erzielten Benchmark-Werte haben jedoch nicht immer mit den Ergebnissen im Praxistest korrespondiert.

Browser-Benchmarks dienen zwar als Anhaltspunkt für die Fähigkeiten von Browsern, etwa HTML zu rendern, können jedoch nicht direkt auf den Praxisfall umgemünzt werden, wenn User von Seite zu Seite klicken, heißt es von Expertenseite.

„Browser-Performanz ist eine sehr komplexe Angelegenheit und von zahlreichen Faktoren abhängig. Ladezeiten und die Ausführung von JavaScript greifen ineinander, da Webseiten immer mehr mit JavaScript bzw. mit AJAX-basierten Applikationen angereichert werden“, sagt Mozilla-Europe-Präsident Tristan Nitot auf Anfrage von pressetext.

Im Zuge der Testreihe wurden mit Internet Explorer 8, Firefox 3.5, Chrome 2, Safari 4 sowie Opera 10 in Betaversion die gängigsten Browsermodelle unter die Lupe genommen. Freilich kam dabei immer dieselbe Hardware bzw. dieselbe Umgebung zum Einsatz. Die Testseiten wurden stets mit einem Gateway P-7808U Notebook über dieselbe Datenleitung aufgerufen. Die Browser liefen dabei auf Basis des Betriebssystems Windows Vista (Service Pack 1).

Um annähernd identische Bedingungen zu garantieren, wurden einige der weltweit populärsten Webseiten wie Wikipedia, Youtube, Twitter oder Amazon aufgerufen, wobei der Browser-Cache vor jedem Request gelöscht wurde. Zehn Wiederholungen sollten für repräsentative Mittelwerte sorgen und einer Verzerrung der Ergebnisse durch allenfalls auftretende Fluktuationen entgegenwirken.

Bei Browsertests handelt es sich jedoch um keine exakte Wissenschaft, da zahlreiche externe Faktoren berücksichtigt werden müssten, um zu objektiven Ergebnissen zu kommen. „So kann etwa die Serverauslastung bei den Betreibern von Webseiten eine große Rolle spielen. Auch können sich Netzwerkbeschaffenheit, Webservereinstellungen und Browserkonfiguration stark auf Ladezeiten auswirken“, so Nitot weiter. Nicht zuletzt käme es auf die jeweilige Struktur der Webseite an, einem Faktor, der jedoch kaum zu messen sei. Spezielle Features und Funktionen der einzelnen Browser wirken sich ebenso auf deren Gesamtperformance aus.

So gut wie keine Rolle mehr spielen Workarounds von Webentwicklern zur Umgehung von Browserbugs. Insbesondere Eigenheiten von Microsofts Internet Explorer hatten bis zur Version 8 für Kopfzerbrechen unter Webentwicklern in Form abweichender Darstellungen von Bildinhalten und damit leicht unterschiedlicher Ladezeiten gesorgt. Jedoch ziehen verschiedene Testmethoden nach wie vor voneinander abweichende Ergebnisse nach sich.

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