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Goldsucher auf der Berlinale

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09.02.2013

Berlinale Goldsucher auf der Berlinale

Deutscher Film „Gold“ im Wettbewerb gestartet.

Berlin – Der Goldrausch hat die Berlinale erfasst: Mit dem Western-Drama „Gold“ mit Nina Hoss ist am Samstag ein deutscher Film in das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären eingezogen. Zudem wurde erneut internationale Prominenz in Berlin erwartet. Regisseur Fredrik Bond wollte „The Necessary Death of Charlie Countryman“ mit Shia LaBeouf im Wettbewerb vorstellen. Auch Til Schweiger ist in dem Spielfilmdebüt vertreten. Hollywood-Star Anne Hathaway sollte in der Sektion Berlinale Special Tom Hoopers „Les Misérables“ vorstellen.

„Gold“ spielt in Kanada im Jahr 1898: Eine zusammengewürfelte Gruppe deutscher Auswanderer macht sich per Pferd auf den beschwerlichen Weg zu den Goldfeldern in Dawson. Zu siebt ziehen sie los, im Laufe der Reise wird die Gruppe immer mehr dezimiert. In den Hauptrollen sind neben Hoss unter anderen Marko Mandic, Uwe Bohm und Lars Rudolph zu sehen. Hoss konnte den Angaben zufolge krankheitsbedingt nicht an der Pressekonferenz am Samstag teilnehmen.

Die Geschichte spielt fast ausschließlich in der Natur, die Dreharbeiten waren für das Team mit einigen Strapazen verbunden. „Die Schauspieler saßen mehr oder weniger den ganzen Tag auf dem Pferd“, berichtete Regisseur Thomas Arslan. Das sei physisch sehr anstrengend, für die Geschichte aber gut gewesen, denn es gehe darin ja primär um solche Anstrengungen. Er habe insbesondere im ersten Drittel des Films sieben Schauspieler plus elf Pferde vor der Kamera inszenieren müssen. Das sei schon eine Herausforderung gewesen.

Rudolph erzählte, es sei ein Schock gewesen, nach diesen Dreharbeiten in der Natur wiederzukommen „und in Berlin in der U-Bahn zu sitzen“. Bohm fand die Dreharbeiten überwältigend. Er habe das erste Mal in seinem Leben einen Kojoten gehört, das sei nach Wochen dann Normalität gewesen. Das Schwierige für ihn war: „Ich konnte nicht reiten.“ Er bekam dann Training und betonte nun, er vermisse das Pferd und Kanada sehr. Nur Rudolph hatte von den Schauspielern reiterliche Vorkenntnisse.

„Gold“-Regisseur Arslan schon mehrfach auf Berlinale dabei

Arslan ist kein Neuling bei der Berlinale: Mit den Filmen „Ferien“ und „Im Schatten“ war er schon 2007 im Panorama und 2010 im Forum der Berlinale vertreten.

In „The Necessary Death of Charlie Countryman“ reist Protagonist Charlie (LaBeouf) nach dem Krebstod seiner Mutter nach Bukarest. Die Tote hat ihn in einer Vision dazu aufgefordert. Im Flugzeug kommt der nächste Todesfall: Es trifft den Mitreisenden, den Charlie gerade erst kennengelernt, dem er aber versprochen hat, sein Gepäck an dessen Tochter (Evan Rachel Wood) zu übergeben. Charlie verliebt sich prompt in die schöne Musikerin, auf die allerdings auch der Boss eines Drogenkartells Anspruch erhebt.

Dritter Beitrag am Samstag im Wettbewerb war der russische Film „A Long and Happy Life“ von Boris Khlebnikov. Die Geschichte spielt in einer entlegenen Gegend in Russland: Sascha bewirtschaftet engagiert die Hinterlassenschaft einer ehemaligen Kolchose. Plötzlich wollen Provinzbeamte ihn mit einer lukrativen Abfindung überreden, seine Farm aufzugeben. Der junge Mann will sich dem Sumpf aus Korruption und Habgier jedoch nicht ergeben und widersetzt sich.

In der Sektion Berlinale Special sollte Tom Hoopers „Les Misérables“ gezeigt werden. Von der hochkarätigen Besetzung unter anderen mit Hugh Jackman, Russell Crowe und Anne Hathaway wird letztere am roten Teppich in Berlin erwartet. Oscar-Preisträger Hooper („The King’s Speech“) adaptierte für den Film das berühmte Bühnenmusical, dessen Handlung auf dem 1862 veröffentlichten Roman von Victor Hugo basiert. Die Hollywoodstars singen ihre Parts in dem Film selbst.

Prominente werden bei Cinema-for-Peace-Gala ausgezeichnet

Am Abend sollte bei der traditionellen Cinema-for-Peace-Gala, die am Rande, aber unabhängig von der Berlinale stattfindet, künstlerisches und gesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus gewürdigt werden. Zu der Veranstaltung wurden nationale und internationale Persönlichkeiten aus Politik, Film und Fernsehen erwartet. Unter anderen erhält Hollywoodschauspielerin Charlize Theron einen Ehrenpreis für ihren Einsatz gegen HIV-Infektionen in Afrika. Darüber hinaus werden die deutsche Schauspielerin Veronica Ferres sowie die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Fremdenhass ausgezeichnet.

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