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18.09.2011

Glücksspielstaatsvertrag Glücksspielstaatsvertrag: Wettbewerbsverzerrung?

Hannover – Von der Politik gegängelt fühlt sich der Präsident des Fußball-Bundesligaclubs Hannover 96, Martin Kind. Das berichtet der „Spiegel“. Der Sportmanager beklagt, dass dem Verein von der niedersächsischen Regierung die Kooperation mit einem privaten Sportwetten-Anbieter untersagt wurde, während Konkurrenten wie Schalke 04, der SC Freiburg oder die TSG Hoffenheim derartige Verträge abgeschlossen haben: „Das ist ein klarer Wettbewerbsnachteil für uns.“

Hannover 96 hatte ein Angebot des Unternehmens bet-at-home.com für Bandenwerbung, das aufgrund der Rechtslage nicht angenommen werden konnte. Auch Bayer Leverkusen ist laut Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser „ein gutdotierter Vertrag geplatzt“, weil sich die 16 Bundesländer nicht auf einen neuen, liberalisierten Glücksspielstaatsvertrag einigen können.

Hoffnung setzen die Fußballbosse nun auf den Alleingang Schleswig-Holsteins, dessen Landtag vorige Woche beschlossen hat, ab 1. März 2012 privaten Sportwettenanbietern eine Konzession zu verkaufen. Der Vorstoß aus dem Norden setzt die 15 übrigen Regierungen unter Druck, auf der Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober eine gemeinsame Linie für die Öffnung des Glücksspielmarktes zu finden.

Auch der Deutsche Lottoblock drängt auf eine baldige Einigung: Am 23. März 2012 soll der Eurojackpot, eine in neun europäischen Ländern veranstaltete Lotterie, starten – dazu bedarf es aber des neuen Staatsvertrages. Sollte der Eurojackpot nicht pünktlich starten, so ein Manager des staatlichen Lottoblocks, drohten hohe Schadensersatzforderungen.

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