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Glock droht das Formel-1-Aus

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28.02.2012

Crashtest Glock droht das Formel-1-Aus

Marussia besteht Crashtest nicht – Nur noch eine Chance, sonst Startverbot für Melbourne.

Düsseldorf – Schock für Timo Glock. Kurz vor dem Saisonauftakt der Formel 1 am 18. März in Melbourne steht die Startampel für den 29-Jährigen auf Rot. Der Marussia-Rennstall des deutschen Piloten hat den letzten Crashtest des Automobil-Weltverbandes FIA nicht bestanden. Deshalb darf Glock das neue Modell MR01 bei den abschließenden Tests ab Donnerstag in Barcelona auch nicht fahren.

Und es könnte noch schlimmer kommen. Ende der Woche soll der Crashtest nachgeholt werden. Bleibt es allerdings bei der negativen Entscheidung der FIA, kann sich Glock die Reise nach Australien sparen. Nur wer alle 18 geforderten Crashtests mit dem neuen Rennwagen ohne Beanstandung absolviert hat, ist in der Formel 1 startberechtigt.

Und mal einfach so das Auto wechseln und mit dem Vorjahresmodell fahren – das geht auch nicht. Das alte Auto passt nicht mehr in das Reglement. Ein Gutes hätte das Startverbot aber auch. Glock könnte dann seinen Geburtstag mit der Familie und Freunden im Odenwald feiern. Denn am 18. März, dem Rennsonntag in Melbourne, wird Glock 30 Jahre alt.

FIA-Kontrolleure kennen kein Pardon

17-mal hatte zuvor alles bei Marussia gepasst, doch am Montag kannten die FIA-Kontrolleure kein Pardon. Und einmal durchgefallen reicht. Die Sicherheit geht vor, die Richtlinien sind für alle Teams gleich. Nur wer alle Belastungsproben übersteht, darf mit dem neuen Auto zum Testen auf die Rennstrecke.

Laut der Fachzeitung „auto motor und sport“ wollte Marussia das neue Auto nach dem Crashtest direkt komplett zusammenbauen, um am Donnerstag auf dem Circuit de Catalunya den sogenannten Shakedown zu absolvieren und endlich die ersten Kilometer zu sammeln. Stattdessen musste das Team die komplette letzte Testwoche in Barcelona kurzfristig absagen.

Für Marussia waren die Wintertests bisher ein einziges Desaster. Die Teilnahme an der ersten Testwoche im südspanischen Jerez hatte das Team überraschend abgesagt, und in der zweiten Woche fuhr man nur mit dem alten Auto. Die Absage für Barcelona machte den Fehlstart nun komplett.

Dabei waren die Probleme und Verzögerungen fast schon vorhersehbar. Denn nach der Trennung vom ehemaligen Technikchef Nick Wirth musste eine neue Ingenieursmannschaft um Pat Symonds aufgebaut werden.

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