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10.07.2015

Gleicke Mindestlohn kommt Beschäftigten insbesondere im Osten zu Gute

Stundenlöhne unterhalb von 8,50 Euro waren in Ostdeutschland deutlich verbreiteter.

Berlin – Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), hat anlässlich des am Freitag veröffentlichten IAB-Betriebspanels Ostdeutschland 2014 die Bedeutung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns für Ostdeutschland betont.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns insbesondere den Beschäftigten in Ostdeutschland zu Gute kommt. Die geringe Tarifbindung im Osten hatte dazu geführt, dass oftmals weit unter Mindestlohn gezahlt wurde“, so Gleicke.

Erfreulich sei auch, „dass der Rückgang bei den Minijobs nichts an der positiven Beschäftigungsentwicklung insgesamt und der anhaltend hohen Nachfrage nach Arbeitskräften in den neuen Bundesländern geändert hat“.

Die im Auftrag der Ostbeauftragten vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vorgelegte Analyse zeigt, dass Stundenlöhne unterhalb von 8,50 Euro vor Einführung des Mindestlohns in ostdeutschen Betrieben deutlich verbreiteter waren als in den westdeutschen Bundesländern.

In Ostdeutschland waren 2014 in fast jedem vierten Betrieb (23 Prozent) Beschäftigte mit Stundenlöhnen unterhalb von 8,50 Euro tätig (Westdeutschland neun Prozent). Insgesamt lag der Anteil der Beschäftigten in diesem Lohnsegment an allen Beschäftigten in Ostdeutschland bei elf Prozent (Westdeutschland drei Prozent).

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