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Gingrich und Romney liefern sich Schlagabtausch

© AP, dapd

30.01.2012

Wahlen Gingrich und Romney liefern sich Schlagabtausch

Gingrich vor Vorwahl in Florida deutlich zurück.

Pompano Beach/USA – Mit heftigen Angriffen hat Newt Gingrich versucht, kurz vor der wichtigen Vorwahl der Republikaner in Florida noch Boden gegen den in Umfragen deutlich führenden Mitt Romney gutzumachen. Gingrich, der ehemalige Präsident des Repräsentantenhauses, bezichtigte seinen Gegner und dessen Unterstützerkomitee der Lüge und verurteilte die ständigen Attacken Romneys als “Flächenbombardement”.

Romney wiederum warf Gingrich bei einer Wahlkampfveranstaltung am Sonntag abermals fehlende Führungsqualitäten vor. In einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage von NBC News/Marist kam der frühere Gouverneur Romney für die Vorwahl am Dienstag auf 42 Prozent der Stimmen, Gingrich auf 27. Romney hat auch finanziell einen deutlichen Vorteil gegenüber Gingrich. Er hat bisher beim Wahlkampf in Florida mindestens fünf Mal so viel Geld ausgegeben wie sein Gegner – allein für Fernsehwerbung in der letzten Woche vor der Vorwahl zahlten Romney und sein Unterstützerkomitee “Restore Our Future” 6,8 Millionen Dollar (5,2 Millionen Euro).

“Wir brauchen niemanden, der vielleicht gut reden kann oder Dinge sagt, denen wir zustimmen, aber nicht die Erfahrung eines effektiven Anführers hat”, sagte Romney am Sonntagabend vor mehr als 700 Anhängern in Pompano Beach im US-Staat Florida.

Gingrich beschwerte sich bei Fernsehauftritten am Sonntag über die Taktiken Romneys. “Nur wenn er genug Geld sammeln kann, um ein Flächenbombardement mit Negativwerbung durchzuführen, gewinnt er überhaupt an Zugkraft”, sagte Gingrich über Romney. Unterstützer seines Gegners würden außerdem auf seinen Wahlkampfstopps gegenüber Journalisten immer wieder versuchen, Zweifel an seinem Urteilsvermögen zu streuen und dazu Lügen verbreiten. “Ich weiß nicht, wie man mit einer Person höflich diskutieren soll, wenn diese bereit ist Dinge zu sagen, die einfach faktisch falsch sind”, sagte Gingrich am Sonntag. Gleichzeitig kritisierte er die Republikanische Partei dafür, dass sie ein solches Vorgehen zulasse.

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