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IG Metall will Tariferhöhung von 5,5 Prozent fordern

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27.02.2013

Tarife IG Metall will Tariferhöhung von 5,5 Prozent fordern

Huber kündigt entsprechende Empfehlung für IG-Metall-Vorstand an.

Frankfurt/Main – Die IG Metall zieht aller Voraussicht nach mit einer Forderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in die diesjährige Tarifrunde. Der Gewerkschaftsvorsitzende Berthold Huber kündigte in Frankfurt am Main einen entsprechenden Vorschlag an den Vorstand der IG Metall an. Dieser wird am Montag (4. März) seine offizielle Empfehlung für die Tarifforderung beschließen.

Während Huber von einer „Forderungsempfehlung bis zu 5,5 Prozent“ sprach, variieren die Tarifkommissionen einzelner Bezirke der Gewerkschaft leicht mit ihren Empfehlungen: So forderte die in Bayern „nicht unter 5,5 Prozent“ und die in Baden-Württemberg exakt 5,5 Prozent. Dass diese Zahl in die offizielle Empfehlung des IG-Metall-Vorstands einfließt, gilt als so gut wie sicher, zumal sie Huber auch mit dem Zweiten Vorsitzenden Detlef Wetzel und dem für Tarifpolitik zuständigen Vorstandsmitglied Helga Schwitzer abgesprochen hat.

Huber erklärte die Zahl so: Bei einer erwarteten Preissteigerung von rund zwei Prozent und einem Produktivitätszuwachs bis zu 1,5 Prozent ergebe sich ein verteilungsneutraler Spielraum von annähernd 3,5 Prozent. Zudem halte er einen Konjunkturzuschlag bis zu zwei Prozent für notwendig. Einen Nachholbedarf sehe er dagegen für 2012 nicht, nachdem es im vergangenen Jahr eine vergleichsweise deutliche Tarifsteigerung von 4,3 Prozent gegeben hatte.

Für Laufzeit von zwölf Monaten

Die Tarifsteigerung von 5,5 Prozent soll nach dem Willen Hubers für eine Laufzeit von zwölf Monaten vereinbart werden. Er wandte sich entschieden gegen Forderungen aus den Reihen der Arbeitgeber nach einem Tarifabschluss unterhalb der Inflationsrate. Aber auch dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger mit seiner Forderung nach ausgesprochen hohen Tarifabschlüssen widersprach der IG-Metall-Chef.

Die diesjährigen Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie beginnen am 19. März in den einzelnen Bezirken. Der geltende Tarifvertrag läuft noch bis 30. April. Dann endet auch die Friedenspflicht, so dass ab 2. Mai Warnstreiks möglich wären. Huber äußerte jedoch die Hoffnung auf einen schnellen Abschluss mit den Arbeitgebern.

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