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Gewerkschaft kündigt Warnstreikwelle an

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24.04.2012

IG Metall Gewerkschaft kündigt Warnstreikwelle an

IG Metall droht ab dem Wochenende mit einer massiven Warnstreikphase.

Erfurt – Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die Gewerkschaft IG Metall mit massiven Warnstreiks noch im April gedroht. „Für die IG Metall ist klar, dass nach dem Ende der Friedenspflicht am 28. April eine massive Warnstreikphase in den Bundesländern anbricht“, sagte IG-Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild am Dienstag in Erfurt.

In der vergangenen Woche hatte es in den Verhandlungen für die etwa 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland in der dritten Runde keine Annäherung gegeben. Zentrale Forderungen der Arbeitnehmer sind 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte bei Zeitarbeitern. Die Arbeitgeber hatten drei Prozent mehr Gehalt geboten und die Forderungen nach Mitbestimmung bei Zeitarbeitern und Übernahmen von Auszubildenden zurückgewiesen.

Am Donnerstag (26. April) trifft sich laut Schild nun die Tarifkommission und entscheidet über Arbeitsniederlegungen zum Ende der Friedenspflicht am Samstag (28. April) in den westdeutschen Bundesländern. Da in Thüringen die Friedenspflicht nicht mehr gilt, hat es im Freistaat bereits Warnstreiks gegeben. Am Dienstag demonstrierten laut IG Metall etwa 500 Metaller in Erfurt.

Nach weiteren Verhandlungen voraussichtlich am 9. Mai werde es eine „zweite Eskalations- und Druckphase“ geben, kündigte Schild an. Der IG-Metall-Bezirkschef unterstrich seine Forderung nach unbefristeter Übernahme für Auszubildende: „Wir akzeptieren keinen Tarifabschluss ohne Übernahmeregelung“.

Dies sei vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gerade in Thüringen wichtig, sagte Uwe Laubach von der IG Metall in Eisenach. Jungen Menschen müssten Perspektiven geboten werden. Gleichzeitig kritisierte er, dass einige „schwarze Schafe“ die Regelungen zur Zeitarbeit ausnutzten, um teilweise über Jahre Leiharbeiter zu niedrigeren Löhnen zu beschäftigen. Gerade im Freistaat würden sich zudem zahlreiche Betriebe nicht den Arbeitgeberverbänden und damit den Tarifverträgen anschließen.

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